Beweiswürdigung im Berufungsurteil – und ihre Nachprüfung

Die dem Berufungsgericht obliegende tatrichterliche Beurteilung ist gemäß § 559 Abs. 2 ZPO revisionsgerichtlicher Nachprüfung weitgehend entzogen.

Beweiswürdigung im Berufungsurteil - und ihre Nachprüfung

Die Beweiswürdigung ist grundsätzlich Sache des Tatrichters und nur eingeschränkt daraufhin zu überprüfen, ob der Tatrichter sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 28. Juni 2016 – II ZR 290/15

  1. BGH, Beschluss vom 17.09.2013 – II ZR 142/12, ZIP 2014, 261 Rn. 10; Urteil vom 27.09.2011 – XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 29 mwN []