Die Gren­zen der Anhö­rungs­rü­ge

Nach der vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gebil­lig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kön­nen mit der Anhö­rungs­rü­ge gegen einen Beschluss, mit dem eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de zurück­ge­wie­sen wor­den ist, nur neue und eigen­stän­di­ge Ver­let­zun­gen des Art. 103 Abs. 1 GG durch den Bun­des­ge­richts­hof gerügt wer­den 1.

Die Gren­zen der Anhö­rungs­rü­ge

Die Gerich­te sind nicht ver­pflich­tet, alle Ein­zel­punk­te des Par­tei­vor­trags in den Grün­den der Ent­schei­dung aus­drück­lich zu beschei­den. Dies gilt auch für die Ent­schei­dung über die Anhö­rungs­rü­ge gemäß § 321a ZPO 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. April 2016 – VII ZR 47/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 08.10.2015 – VII ZR 238/​14 Rn. 2; Beschluss vom 10.04.2013 – VII ZR 269/​11 Rn. 2; Beschluss vom 14.03.2013 – IV ZR 24/​12 Rn. 2; BVerfG, NJW 2008, 2635, 2636 15 ff.[]
  2. vgl. BVerfG, NJW 2011, 1497 Rn. 24[]