Frei­stel­lungs­an­trag – und der Streit­wert

Für die Bemes­sung des Werts von auf Frei­stel­lung gerich­te­ten posi­ti­ven Fest­stel­lungs­an­trä­gen ist ent­schei­dend, in wel­cher Höhe der Klä­ger mit einer (spä­te­ren) Inan­spruch­nah­me rech­nen müss­te.

Frei­stel­lungs­an­trag – und der Streit­wert

Von die­sem Wert ist sodann – da es sich (nur) um einen Fest­stel­lungs­aus­spruch han­delt – ein Abschlag in Höhe von 20 % vor­zu­neh­men 1.

In Bezug auf das auf Frei­stel­lung von etwai­gen Nach­schuss­pflich­ten wegen Wie­der­auf­le­bens der Kom­man­di­tis­ten­haf­tung gerich­te­te Fest­stel­lungs­be­geh­ren muss ein nur mit­tel­bar über eine Treu­hand­kom­man­di­tis­tin an den Fonds betei­lig­ter Klä­ger Tat­sa­chen vor­ge­tra­gen, aus denen sich ergä­be, dass er dem Risi­ko einer Inan­spruch­nah­me aus­ge­setzt wäre, die den Wert der von ihm ver­ein­nahm­ten Aus­schüt­tun­gen über­steigt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Janu­ar 2018 – III ZR 329/​16

  1. z.B. BGH, Beschlüs­se vom 27.10.2016 – III ZR 300/​15, BeckRS 2016, 19428 Rn. 10; vom 04.05.2017 – III ZR 615/​16; und vom 03.08.2017 – III ZR 445/​16, Rn. 7; BGH, Beschluss vom 10.01.2017 – II ZR 177/​15, Rn. 7