Grund­stücks­ver­schmel­zung und Zwangs­voll­stre­ckung

Ver­liert ein belas­te­tes Grund­stück durch Ver­ei­ni­gung mit einem ande­ren Grund­stück die Selb­stän­dig­keit, so ruhen die Belas­tun­gen auf dem Teil des neu­en Grund­stücks, der vor der Ver­ei­ni­gung Belas­tungs­ge­gen­stand war.

Grund­stücks­ver­schmel­zung und Zwangs­voll­stre­ckung

In einem sol­chen Fall ist der Gläu­bi­ger des Rechts, das auf dem frü­he­ren selb­stän­di­gen Grund­stück gelas­tet hat, nicht gehin­dert, einem Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren bei­zu­tre­ten, das das ver­ei­nig­te neue Grund­stück betrifft. Dabei ist es uner­heb­lich, ob das frü­he­re Grund­stück, weil katas­ter­mä­ßig nicht ver­schmol­zen, als Flur­stück fort­be­steht oder ob es auch als Flur­stück nicht mehr exis­tiert, da auch im letz­te­ren Fall anhand der Gene­se der Flä­chen­ab­schnitt ermit­telt wer­den kann, auf den sich die Belas­tung mit wel­cher Rang­fol­ge erstreckt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Novem­ber 2005 – V ZB 23/​05