Haus­tür­wi­der­ruf nach Ver­trags­ab­wick­lung

Die EU-Haus­tür­wi­der­rufs-Richt­li­nie (”Richt­li­nie 85/​577/​EWG des Rates vom 20. Dezem­ber 1985 betref­fend den Ver­brau­cher­schutz im Fal­le von außer­halb von Geschäfts­räu­men geschlos­se­nen Ver­trä­gen”) ist dahin aus­zu­le­gen, dass der natio­na­le Gesetz­ge­ber für den Fall einer feh­ler­haf­ten Beleh­rung des Ver­brau­chers über die Moda­li­tä­ten der Aus­übung des mit Art. 5 Abs. 1 die­ser Richt­li­nie ein­ge­führ­ten Wider­rufs­rechts vor­se­hen kann, dass die­ses Recht nicht spä­ter als einen Monat nach voll­stän­di­ger Erbrin­gung der Leis­tun­gen aus einem lang­fris­ti­gen Dar­le­hens­ver­trag durch die Ver­trags­par­tei­en aus­ge­übt wer­den kann.

Haus­tür­wi­der­ruf nach Ver­trags­ab­wick­lung

Die Befris­tung des Wider­rufs im deut­schen Recht ist damit nicht EU-Rechts-wid­rig.

EuGH, Urteil vom 10. April 2008 – C?412/06 („Hei­nin­ger II“)