Stein­schlag beim Mähen

Beschä­digt ein bei Mäh­ar­bei­ten hoch geschleu­der­ter Stein einen Pkw, schul­det der Hal­ter des Mäh­fahr­zeugs Scha­den­er­satz, sofern es zumut­bar war, den Pkw pas­sie­ren zu las­sen und die Mäharbeiten erst anschlie­ßend fort­zu­set­zen.

Stein­schlag beim Mähen

In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Koblenz anhän­gig gewe­se­nen Fall kam einem Pkw-Fah­rer auf einer sehr wenig befah­re­nen Land­stra­ße ein Mäh­fahr­zeug ent­ge­gen. Als er die­ses sah, hielt er sein Fahr­zeug am Stra­ßen­rand an. Das Mäh­fahr­zeug fuhr vor­bei und beschä­digt den Pkw durch einen hoch geschleu­der­ten Stein.
Das erst­in­stanz­lich zustän­di­ge Land­ge­richt Bad Kreuz­nach hat dem Eigen­tü­mer des Pkw einen Anspruch auf Scha­den­er­satz zuer­kannt. Die dage­gen gerich­te­te Beru­fung der öffent­li­chen Hand als Hal­ter des Mäh­fahr­zeugs wur­de nach einem Hin­weis­be­schluss des Ober­lan­des­ge­richts Koblenz zurück­ge­nom­men. Nach Auf­fas­sung des OLG war es dem Fah­rer des Mäh­fahr­zeugs ange­sichts des äußerst gerin­gen Ver­kehrs­auf­kom­mens zumut­bar, den Pkw pas­sie­ren zu las­sen und die Mäh­ar­bei­ten erst anschlie­ßend fort­zu­set­zen.

Land­ge­richt Bad Kreuz­nach, Urteil vom 28. Juli 2008 – 2 O 137/​06
Ober­lan­des­ge­richt Koblenz, Hin­weis­be­schluss vom 17. Janu­ar 2008 – 12 U 1207/​06