Ver­jäh­rungs­hem­mung durch Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen – und ihr Ein­schla­fen

Schla­fen die Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen ein, endet die Hem­mung, wenn der Berech­tig­te den Zeit­punkt ver­säumt, zu dem eine Ant­wort auf die letz­te Anfra­ge des Ersatz­pflich­ti­gen spä­tes­tens zu erwar­ten gewe­sen wäre 1.

Ver­jäh­rungs­hem­mung durch Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen – und ihr Ein­schla­fen

Ent­spre­chen­des gilt für den umge­kehr­ten Fall, dass der Ver­pflich­te­te auf ein Ver­gleichs­an­ge­bot des Berech­tig­ten nicht reagiert 2.

Wann die Ver­hand­lun­gen ein­schla­fen, kann nicht all­ge­mein ange­ge­ben wer­den, son­dern ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls. Jeden­falls dann, wenn die Par­tei­en Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen noch nicht ernst­haft auf­ge­nom­men haben, sind die Ver­hand­lun­gen ein­ge­schla­fen – und die Ver­jäh­rungs­hem­mung nach § 203 Satz 1 BGB been­det , wenn der Schuld­ner auf die Anfra­ge des Berech­tig­ten, ein Ver­gleichs­an­ge­bot zu unter­brei­ten, nicht inner­halb eines Monats reagiert 3.

  1. BGH, Urteil vom 06.11.2008 – IX ZR 158/​07, NJW 2009, 1806 Rn. 10 f[]
  2. BGH, Urteil vom 05.11.2002 – VI ZR 416/​01, NJW 2003, 895, 897[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 05.11.2002, aaO; OLG Hamm, AnwBl 2013, 665; OLG Stutt­gart, Urteil vom 06.12 2012 – 13 U 65/​12, nv Rn. 13; Münch­Komm-BGB/Gro­the, 6. Aufl., § 203 Rn. 8[]