Ver­trags­aus­le­gung – und der objek­tiv erklär­te Par­tei­wil­le

Bei der Aus­le­gung ist in ers­ter Linie der von den Par­tei­en gewähl­te Wort­laut und der dem Wort­laut zu ent­neh­men­de objek­tiv erklär­te Par­tei­wil­le zu berück­sich­ti­gen 1.

Ver­trags­aus­le­gung – und der objek­tiv erklär­te Par­tei­wil­le

Wei­ter gilt das Gebot der nach bei­den Sei­ten inter­es­sen­ge­rech­ten Aus­le­gung 2 und der Berück­sich­ti­gung des durch die Par­tei­en beab­sich­tig­ten Zwecks des Ver­trags 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Juli 2016 – KZR 69/​14

  1. BGH, Urteil vom 07.02.2002 – I ZR 304/​99, BGHZ 150, 32, 37 – Uni­kat­rah­men, mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 18.10.2001 – I ZR 91/​99, GRUR 2002, 280, 281 = WRP 2002, 221, 223 – Rück­tritts­frist; Urteil vom 10.10.2002 – I ZR 193/​00, GRUR 2003, 173, 175 – Film­aus­wer­tungs­pflicht[]
  3. BGH, Urteil vom 23.02.1956 – II ZR 207/​54, BGHZ 20, 109, 110; ins­ge­samt zu die­sen Aus­le­gungs­grund­sät­zen vgl. BGH, Urteil vom 17.03.2011 – I ZR 93/​09, GRUR 2011, 946, 947 Rn. 18 – KD[]