Insol­venz­an­fech­tung – und die Ver­jäh­rung des Insol­venz­an­spruchs

Die Ver­jäh­rung eines Anfech­tungs­an­spruchs rich­tet sich gemäß § 146 Abs. 1 InsO nach den Rege­lun­gen über die regel­mä­ßi­ge Ver­jäh­rung nach dem Bür­ger­li­chen Gesetz­buch. Gemäß § 195 Abs. 1 BGB ver­jährt der Anfech­tungs­an­spruch grund­sätz­lich nach drei Jah­ren.

Insol­venz­an­fech­tung – und die Ver­jäh­rung des Insol­venz­an­spruchs

Die Ver­jäh­rungs­frist beginnt gemäß § 199 Abs. 1 BGB mit dem Ende des Jah­res zu lau­fen, in dem der Anspruch ent­stan­den ist und der Gläu­bi­ger von den den Anspruch begrün­den­den Umstän­den und der Per­son der Schuld­ners Kennt­nis erlangt oder ohne gro­be Fahr­läs­sig­keit erlan­gen müss­te.

Der Rück­ge­währ­an­spruch wird zugleich mit der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens fäl­lig 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2015 – IX ZR 61/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 07.05.2015 – IX ZR 95/​14, WM 2015, 1202 Rn. 26