Arbeits­ge­richt­li­che Beschluss­ver­fah­ren – und der Zwi­schen­fest­stel­lungs­an­trag

Mit einem Zwi­schen­fest­stel­lungs­an­trag wird es dem Antrag­stel­ler ermög­licht, neben einer rechts­kräf­ti­gen Ent­schei­dung über sei­nen Leis­tungs­an­trag auch eine rechts­kräf­ti­ge Ent­schei­dung über ein nach § 322 Abs. 1 ZPO der Rechts­kraft nicht fähi­ges strei­ti­ges Rechts­ver­hält­nis her­bei­zu­füh­ren, auf das es für die Ent­schei­dung über den Leis­tungs­an­trag ankommt 1.

Arbeits­ge­richt­li­che Beschluss­ver­fah­ren – und der Zwi­schen­fest­stel­lungs­an­trag

Die Vor­greif­lich­keit des Rechts­ver­hält­nis­ses ersetzt das ansons­ten nach § 256 Abs. 1 ZPO für einen Fest­stel­lungs­an­trag erfor­der­li­che Fest­stel­lungs­in­ter­es­se 2. Ein Zwi­schen­fest­stel­lungs­an­trag ist aller­dings dann unzu­läs­sig, wenn bereits durch die Ent­schei­dung über den Leis­tungs­an­trag die Rechts­be­zie­hung zwi­schen den Betei­lig­ten erschöp­fend geklärt wird 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 18. Janu­ar 2017 – 7 ABR 60/​15

  1. vgl. zur Zwi­schen­fest­stel­lungs­kla­ge BGH 28.09.2006 – VII ZR 247/​05, Rn. 12, BGHZ 169, 153[]
  2. vgl. BAG 24.04.1996 – 4 AZR 876/​94, zu I der Grün­de[]
  3. vgl. BAG 24.04.1996 – 4 AZR 876/​94 – aaO; BGH 28.09.2006 – VII ZR 247/​05 – aaO[]