Die bereits vor Ver­trags­en­de erho­be­ne Befris­tungs­kon­troll­kla­ge

Die Befris­tung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses gilt nach § 17 Satz 2 TzB­fG iVm. § 7 Halbs. 1 KSchG als wirk­sam, wenn der Klä­ger nicht recht­zei­tig inner­halb der Drei­wo­chen­frist nach § 17 Satz 1 TzB­fG Befris­tungs­kon­troll­kla­ge erho­ben hat. Für die Wah­rung die­ser Kla­ge­frist ist es uner­heb­lich, dass die Kla­ge­schrift bereits vor dem ver­ein­bar­ten Ver­trags­en­de beim Arbeits­ge­richt ein­ge­gan­gen ist.

Die bereits vor Ver­trags­en­de erho­be­ne Befris­tungs­kon­troll­kla­ge

Nach § 17 Satz 1 TzB­fG muss der Arbeit­neh­mer, der die Rechts­un­wirk­sam­keit der Befris­tung sei­nes Arbeits­ver­trags gel­tend machen will, inner­halb von drei Wochen nach dem ver­ein­bar­ten Ende des befris­te­ten Arbeits­ver­trags Befris­tungs­kon­troll­kla­ge beim Arbeits­ge­richt erhe­ben. Die Erhe­bung der Kla­ge erfolgt nach § 253 Abs. 1 ZPO durch Zustel­lung der Kla­ge­schrift. Bezüg­lich der Frist des § 17 Satz 1 TzB­fG kommt es daher – vor­be­halt­lich der Rege­lung des § 167 ZPO – grund­sätz­lich dar­auf an, wann die Kla­ge zuge­stellt und damit rechts­hän­gig gewor­den ist.

Im Übri­gen kann die Befris­tungs­kon­troll­kla­ge bei einer kalen­der­mä­ßi­gen Befris­tung auch schon vor Frist­ab­lauf erho­ben wer­den1. Auch eine Kla­ge­er­he­bung vor dem ver­ein­bar­ten kalen­der­mä­ßi­gen Ver­trags­en­de wahrt daher die Frist des § 17 Satz 1 TzB­fG.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. Janu­ar 2019 – 7 AZR 733/​16

  1. st. Rspr. vgl. nur BAG 27.09.2017 – 7 AZR 629/​15, Rn. 11 mwN []