Kon­ven­tio­nal­stra­fe auf­grund eines schwei­ze­ri­schen Tarif­ver­trags

Macht eine gemein­sa­me Ein­rich­tung von Par­tei­en eines Gesamt­ar­beits­ver­tra­ges (Tarif­ver­tra­ges) nach Schwei­zer Recht Ansprü­che auf Zah­lung einer Kon­ven­tio­nal­stra­fe sowie Kon­troll- und Ver­fah­rens­kos­ten auf der Grund­la­ge eines all­ge­mein ver­bind­li­chen Gesamt­ar­beits­ver­tra­ges (Tarif­ver­tra­ges) in Ver­bin­dung mit dem Schwei­ze­ri­schen Ent­sen­de­ge­setz gegen­über einem Arbeit­ge­ber mit Sitz in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gel­tend, weil die­ser sei­ne in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mer vor­über­ge­hend in die Schweiz ent­sandt hat, han­delt es sich um eine bür­ger­li­che Strei­tig­keit nach § 2 ArbGG. Das mit der Durch­set­zung des Gesamt­ar­beits­ver­trags betrau­te pari­tä­ti­sche Organ han­delt nicht hoheit­lich. Der Rechts­weg zu den Gerich­ten für Arbeits­sa­chen ergibt sich aus § 2 Abs. 1 Nr. 4b, 6 ArbGG.

Kon­ven­tio­nal­stra­fe auf­grund eines schwei­ze­ri­schen Tarif­ver­trags

Lan­des­ar­beits­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Beschluss vom 20. Juli 2011 – 10 Ta 6/​11