Nach­träg­li­che Gut­schrift auf dem Arbeits­zeit­kon­to

Ein Arbeits­zeit­kon­to hält fest, in wel­chem zeit­li­chen Umfang der Arbeit­neh­mer sei­ne Haupt­leis­tungs­pflicht nach § 611 Abs. 1 BGB erbracht hat oder auf­grund eines Ent­gelt­fort­zah­lungs­tat­be­stands (zB § 37 Abs. 2 BetrVG) nicht erbrin­gen muss­te und des­halb Ver­gü­tung bean­spru­chen kann bzw. in wel­chem Umfang er noch Arbeits­leis­tung für die ver­ein­bar­te und gezahl­te Ver­gü­tung erbrin­gen muss1.

Nach­träg­li­che Gut­schrift auf dem Arbeits­zeit­kon­to

Die nach­träg­li­che Gut­schrift auf einem Arbeits­zeit­kon­to setzt vor­aus, dass der Arbeit­neh­mer Arbeits­stun­den erbracht hat oder auf­grund eines Ent­gelt­fort­zah­lungs­tat­be­stands nicht erbrin­gen muss­te und die­se bis­her nicht ver­gü­tet und nicht in das Arbeits­zeit­kon­to ein­ge­stellt wur­den2.

Die­se Grund­sät­ze gel­ten glei­cher­ma­ßen für Anga­ben, die ein durch Befrei­ung von der Arbeits­pflicht aus­zu­glei­chen­des Zeit­gut­ha­ben aus­wei­sen. Auch hin­sicht­lich die­ser Daten hat der Arbeit­neh­mer einen Anspruch auf kor­rek­te Füh­rung des Arbeits­zeit­kon­tos und kann bei feh­ler­haf­ten Anga­ben eine Berich­ti­gung ver­lan­gen3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 26. Sep­tem­ber 2018 – 7 AZR 829/​16

  1. vgl. BAG 18.01.2017 – 7 AZR 224/​15, Rn.20, BAGE 158, 31; 29.06.2016 – 5 AZR 617/​15, Rn. 17, BAGE 155, 310 []
  2. BAG 18.01.2017 – 7 AZR 224/​15, aaO; 29.06.2016 – 5 AZR 617/​15, aaO []
  3. BAG 15.02.2012 – 7 AZR 774/​10, Rn.20 []