Unter­schied­li­che Behand­lung wirt­schaft­lich ver­knüpf­ter Ver­sor­gungs­an­rech­te

Der Ver­sor­gungs­trä­ger ist beschwert, wenn ein ein­heit­li­ches Ver­sor­gungs­an­recht nicht ein­heit­lich aus­ge­gli­chen wird.

Unter­schied­li­che Behand­lung wirt­schaft­lich ver­knüpf­ter Ver­sor­gungs­an­rech­te

Eine Beschwer liegt bereits dann vor, wenn in eine Rechts­stel­lung ein­ge­grif­fen wird, indem deren Aus­übung gestört oder erschwert wird 1. Bei der Beschwer­de­füh­re­rin besteht – wor­auf sie bereits in ihrer Aus­kunft vom 03.05.2011 aus­drück­lich hin­ge­wie­sen hat – ein ein­heit­li­ches Ver­sor­gungs­an­recht. Die­ses ist dem­entspre­chend auch in ein­heit­li­cher Wei­se aus­zu­glei­chen 2. Durch die Ent­schei­dung des Fami­li­en­ge­richts wird der Ver­sor­gungs­trä­ger gezwun­gen, Ein­heit­li­ches unein­heit­lich zu behan­deln 3, wodurch er in sei­ner Rechts­aus­übung zumin­dest gestört wird. Dar­in liegt eine Rechts­be­ein­träch­ti­gung und damit eine Beschwer.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 18. Mai 2012 – 18 UF 324/​11

  1. vgl. Bumiller/​Harders, FamFG, 10. Auf­la­ge 2011, § 59 Rn. 4[]
  2. vgl. hier­zu OLG Karls­ru­he, Beschluss vom 20.04.2011 – 18 UF 45/​11; OLG Karls­ru­he, Beschluss vom 17.10.2011 – 5 UF 162/​11[]
  3. vgl. OLG Frank­furt, Beschluss vom 30.01.2012 – 2 UF 112/​11, BeckRS 2012, 07017 zur Beschwer des Ver­sor­gungs­trä­gers bei unter­schied­li­cher Behand­lung wirt­schaft­lich ver­knüpf­ter Ver­sor­gungs­an­rech­te[]

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