"Berich­ti­gung einer ähn­li­chen offen­ba­ren Unrich­tig­keit"

Der Begriff der "Berich­ti­gung einer ähn­li­chen offen­ba­ren Unrich­tig­keit" im Sin­ne von § 129 Satz 1 AO erfasst auch sprach­li­che Klar­stel­lun­gen und Prä­zi­sie­run­gen, mit­tels derer ein bis­her aus­le­gungs­be­dürf­ti­ger Ver­fü­gungs­satz in einem nun­mehr zwei­fels­frei­en Sin­ne zum Aus­druck gebracht wird.

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Ändert das Finanz­amt nach Erhe­bung der Kla­ge sei­ne Beschei­de, wer­den damit die neu­en Beschei­de gemäß § 68 Satz 4 Nr. 1 FGO zum Gegen­stand des Kla­ge­ver­fah­rens.

Der Bun­des­fi­nanz­hof ist der Ansicht, dass der Ver­fah­rens­ge­gen­stand nach die­ser Vor­schrift bereits dann aus­ge­wech­selt wird, wenn das Finanz­amt den neu­en Ver­wal­tungs­akt auf § 129 AO stützt 1. Die Fra­ge konn­te für das anhän­gi­ge Ver­fah­ren jedoch offen­blei­ben, da im Streit­fall auch die tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen des § 129 AO erfüllt waren.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Febru­ar 2010 – IV R 49/​08

  1. glei­che Ansicht: Gräber/​von Groll, Finanz­ge­richts­ord­nung, 6. Aufl., § 68 Rz 70[]