Hei­mi­scher Tele­ar­beits­platz des Mit­un­ter­neh­mers

In der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist bereits geklärt, dass es für die Qua­li­fi­zie­rung eines Rau­mes als "häus­li­ches Arbeits­zim­mer", den ein Mit­un­ter­neh­mer im betrieb­li­chen Inter­es­se der Gesell­schaft nutzt, nicht erheb­lich ist, ob der Raum auch eine Betriebs­stät­te i.S. des § 12 AO ist.

Hei­mi­scher Tele­ar­beits­platz des Mit­un­ter­neh­mers

"Häus­li­ches Arbeits­zim­mer" gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist jeder Raum, der sei­ner Lage, Funk­ti­on und Aus­stat­tung nach in die häus­li­che Sphä­re des Steu­er­pflich­ti­gen ein­ge­bun­den ist und vor­wie­gend der Erle­di­gung gedank­li­cher, schrift­li­cher oder ver­wal­tungs­tech­ni­scher Arbei­ten dient 1.

Zudem ist nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs der "Mit­tel­punkt" i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG für alle Berufs­grup­pen glei­cher­ma­ßen nach dem inhalt­li­chen (qua­li­ta­ti­ven) Schwer­punkt der betrieb­li­chen und beruf­li­chen Betä­ti­gung eines Steu­er­pflich­ti­gen zu bestim­men 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 21. Novem­ber 2013 – VIII B 134/​12

  1. BFH, Urteil vom 23.09.2009 – IV R 21/​08, BFHE 227, 31, BSt­Bl II 2010, 337[]
  2. vgl. BFH, Urteil vom 09.08.2011 – VIII R 5/​09, Zeit­schrift für Steu­ern und Recht 2012, R752, m.w.N.; BFH, Beschluss vom 14.07.2010 – VIII B 54/​10, BFH/​NV 2010, 2253[]