Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung für aus­län­di­sche Künst­ler – und die feh­len­de Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht

Im Frei­stel­lungs­ver­fah­ren nach § 50d EStG ist nicht über den Ein­wand der Künst­le­rin bzw. Sport­le­rin zu ent­schei­den, es habe ihr in den Streit­jah­ren an der Absicht gefehlt, Gewin­ne zu erzie­len, sodass die von ihr erziel­ten Ein­künf­te man­gels Gewerb­lich­keit nicht der beschränk­ten Steu­er­pflicht nach § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d EStG unter­fie­len.

Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung für aus­län­di­sche Künst­ler – und die feh­len­de Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht

Im Frei­stel­lungs­ver­fah­ren nach § 50d EStG ist nur dar­über zu befin­den, ob aus den dort genann­ten Grün­den eine Frei­stel­lung von der deut­schen Steu­er gebo­ten ist. Die Fra­ge, ob steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te vor­lie­gen oder ob die­se Ein­künf­te aus ande­ren Grün­den von der Besteue­rung frei­zu­stel­len sind, ist dem­ge­gen­über außer­halb des Ver­fah­rens nach § 50d EStG zu ent­schei­den.

Die­se Ent­schei­dung obliegt nicht dem BZSt, son­dern dem nach den all­ge­mei­nen Regeln zustän­di­gen Finanz­amt 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. April 2018 – I R 59/​15

  1. BFH, Urteil vom 19.11.2003 – I R 22/​02, BFHE 205, 37, BSt­Bl II 2004, 560[]