Steu­er­li­che Absetz­bar­keit von Kran­ken­ve­ri­che­rungs­bei­trä­gen

Die­se Woche hat das Bun­des­ka­bi­nett einen Gesetz­ent­wurf in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht, mit dem ie steu­er­li­che Absetz­bar­keit von Bei­trä­gen zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung deut­lich aus­wei­tet wer­den soll. So sol­len ab 2010 alle Auf­wen­dun­gen steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den, die im Wesent­li­chen ein der gesetz­li­chen Kran­ken- und der sozia­len Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung ent­spre­chen­des Leis­tungs­ni­veau absi­chern. Gesetz­lich und pri­vat Kran­ken- und Pfle­ge-Pflicht­ver­si­cher­te, ihre Ehe­part­ner sowie ihre mit­ver­si­cher­ten Kin­der sol­len inso­weit steu­er­lich geich­be­han­delt wer­den.

Steu­er­li­che Absetz­bar­keit von Kran­ken­ve­ri­che­rungs­bei­trä­gen

Der Gesetz­ent­wurf trägt Beschlüs­sen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes vom 13. Febru­ar 2008 Rech­nung. Das Gericht hat­te fest­ge­stellt, dass die Vor­schrif­ten des Ein­kom­mens­steu­er­ge­set­zes zum Umfang der steu­er­li­chen Berück­sich­ti­gung von Bei­trä­gen zuguns­ten einer pri­va­ten Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar sind, soweit sie nicht die vol­le steu­er­li­che Absetz­bar­keit der Bei­trä­ge zur sozi­al­hil­fe­glei­chen Kran­ke- und Pfle­ge­ver­sor­gung des Steu­er­pflich­ti­gen und sei­ner Fami­lie gewähr­leis­ten.

Um eine Gleich­be­hand­lung von gesetz­lich und pri­vat Ver­si­cher­ten sicher­zu­stel­len, kön­nen auch die Bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den.

Son­der­leis­tun­gen wie Kran­ken­geld fal­len jedoch nicht unter die neue Rege­lung. Wei­ter­hin besteht nun zum ers­ten Mal die Mög­lich­keit, die Bei­trä­ge für Kin­der, die bei Ihren Eltern pri­vat mit­ver­si­chert sind, voll­stän­dig abzu­set­zen.