"Steu­er­stun­dungs­mo­del­le"

Bis­her lohn­te es sich bei höhe­ren Ein­kom­men, die Steu­er­be­las­tung durch Zeich­nung von so genann­ten Steu­er­stun­dungs­mo­del­len zu redu­zie­ren. Dabei han­delt es sich um Fonds in Form von Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, die ihren Anle­gern in der Anfangs­pha­se hohe Ver­lus­te zuwei­sen. Die steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung die­ser Steu­er­spar­fonds soll eine Neu­re­ge­lung der Ver­lust­ver­rech­nung been­den. Zukünf­tig kön­nen die Ver­lus­te nur noch mit spä­te­ren posi­ti­ven Ein­künf­ten aus der­sel­ben Ein­kunfts­quel­le ver­rech­net wer­den. Betrof­fen sind ins­be­son­de­re Ver­lus­te aus Medi­en­fonds, Schiffs­be­tei­li­gun­gen (soweit sie noch Ver­lus­te ver­mit­teln), New Ener­gy Fonds, Lea­sing­fonds, Wert­pa­pier­han­dels­fonds und Video­ga­me­fonds.

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Nicht betrof­fen sind dage­gen Pri­va­te Equi­ty und Ven­ture Capi­tal Fonds, da die­se ihren An?legern kon­zep­tio­nell kei­ne Ver­lus­te zuwei­sen.

Neben Ver­lus­ten aus gewerb­li­chen Steu­er­stun­dungs­mo­del­len wer­den auch Ver­lus­te aus selb­stän­di­ger Arbeit, aus stil­len Gesell­schaf­ten, aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung (ins­be­son­de­re geschlos­se­ne Immobilien?fonds) und sons­ti­gen Ein­künf­ten (ins­be­son­de­re so genann­te Ren­ten- und Lebens­ver­si­che­rungs­mo­del­le gegen fremd­fi­nan­zier­ten Ein­mal­be­trag) erfasst. Dies dient der Ver­mei­dung von Um?gehungsgestaltungen und der Gewähr­leis­tung der Gleich­heit der Besteue­rung.

Die neue Ver­lust­ver­rech­nungs­be­schrän­kung gilt für Ver­lus­te aus Steu­er­stun­dungs­mo­del­len, denen ein Steu­er­pflich­ti­ger nach dem 10. Novem­ber 2005 bei­tritt oder für die nach dem 10. Novem­ber 2005 mit dem Außen­ver­trieb begon­nen wur­de. Der Beschluss von Kapi­tal­erhö­hun­gen und die Reinves­ti­ti­on von Erlö­sen in neue Pro­jek­te ste­hen dem Beginn des Außen­ver­triebs gleich.