Ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung – und der Zufluss beim Gesell­schaf­ter

Für das Vor­lie­gen einer ver­deck­ten Gewinn­aus­schüt­tung i.S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG ist der Zufluss des Bezugs beim Gesell­schaf­ter unbe­acht­lich.

Ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung – und der Zufluss beim Gesell­schaf­ter

Die vGA setzt ledig­lich die Eig­nung der bei der Kör­per­schaft ein­ge­tre­te­nen Unter­schieds­be­trags­min­de­rung vor­aus, beim Gesell­schaf­ter einen sach­lich kor­re­spon­die­ren­den Bezug i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG aus­zu­lö­sen1.

Davon zu unter­schei­den und nicht mehr von Rele­vanz für den vGA-Tat­be­stand ist die Fra­ge, ob und in wel­cher Höhe ein sol­cher Bezug dem Gesell­schaf­ter zufließt2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 7. Juni 2016 – I B 6/​15

  1. BFH, Urtei­le vom 26.06.2013 – I R 39/​12, BFHE 242, 305, BSt­Bl II 2014, 174; vom 07.08.2002 – I R 2/​02, BFHE 200, 197, BSt­Bl II 2004, 131 []
  2. BFH, Urteil vom 22.02.1989 – I R 44/​85, BFHE 156, 177, BSt­Bl II 1989, 475; vgl. auch BFH, Beschluss vom 21.07.2011 – I B 27/​11, BFH/​NV 2011, 2116 []