Kla­ge­ab­wei­sung als unzu­läs­sig – und die Beschwer des Beklag­ten

Wird die Kla­ge ‑wie hier- ent­spre­chend dem Antrag des Beklag­ten abge­wie­sen, erfor­dert die Revi­si­on des­sen mate­ri­el­le Beschwer 1.

Kla­ge­ab­wei­sung als unzu­läs­sig – und die Beschwer des Beklag­ten

Eine der­ar­ti­ge mate­ri­el­le Beschwer liegt wegen der unter­schied­li­chen Rechts­kraft­wir­kung auch dann vor, wenn das Finanz­ge­richt die Kla­ge statt durch Sachur­teil durch Pro­zes­sur­teil als unzu­läs­sig abweist 2, es sei denn, der Beklag­te kann nach dem Pro­zes­sur­teil nicht mehr mit einer neu­en Kla­ge über­zo­gen wer­den 3.

Hier­nach war die Fami­li­en­kas­se in dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall mate­ri­ell beschwert, weil sich bei Rechts­kraft der Vor­ent­schei­dung ‑nach Durch­füh­rung des aus Sicht des Finanz­ge­richt noch statt­haf­ten Ein­spruchs­ver­fah­rens- eine Kla­ge anschlie­ßen könn­te.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. April 2016 – III R 24/​15

  1. vgl. BFH, Urteil vom 29.04.2009 – X R 16/​06, BFHE 225, 4, BSt­Bl II 2009, 732, unter II. 1., m.w.N.[]
  2. vgl. z.B. BFH, Urteil vom 18.02.2009 – V R 81/​07, BFHE 225, 193, BSt­Bl II 2010, 109, unter II. 1., m.w.N.[]
  3. BFH, Beschluss vom 28.11.2007 – I R 7/​07, BFH/​NV 2008, 986, unter II. 1., m.w.N.[]