Ver­zicht auf Zeu­gen­ver­neh­mung – und die Ver­wer­tung schrift­li­cher Zeu­gen­aus­sa­gen

Auch bei einem Ver­zicht auf Zeu­gen­ver­neh­mung ist die Ver­wer­tung schrift­li­cher Zeu­gen­aus­sa­gen und Ver­mer­ke zuläs­sig.

Ver­zicht auf Zeu­gen­ver­neh­mung – und die Ver­wer­tung schrift­li­cher Zeu­gen­aus­sa­gen

Der Grund­satz der Unmit­tel­bar­keit der Beweis­auf­nah­me (§ 81 Abs. 1 FGO) gilt nicht aus­nahms­los. Aus ihm ergibt sich, dass das bloß mit­tel­ba­re Beweis­mit­tel zuläs­si­ger­wei­se nur ver­wen­det wer­den kann, wenn die Erhe­bung des unmit­tel­ba­ren Bewei­ses unmög­lich, unzu­läs­sig oder unzu­mut­bar erscheint oder wenn die Betei­lig­ten der Berück­sich­ti­gung des mit­tel­ba­ren Beweis­mit­tels nicht wider­spre­chen 1.

Aller­dings muss im Urteil zum Aus­druck kom­men, dass der unter­schied­li­che Beweis­wert von Urkun­den- und Zeu­gen­be­weis gese­hen und berück­sich­tigt wur­de 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. Janu­ar 2016 – VII B 111/​15

  1. BFH, Urteil vom 26.04.1988 – VII R 124/​85, BFHE 153, 463, ZfZ 1988, 297, m.w.N.[]
  2. BFH, Beschluss vom 26.07.2010 – VIII B 198/​09, BFH/​NV 2010, 2096[]