Vor­trag in der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

§ 116 Abs. 3 Satz 3 FGO stellt Anfor­de­run­gen an die Klar­heit, Ver­ständ­lich­keit und Über­schau­bar­keit des Beschwer­de­vor­brin­gens bei der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de. Eine meh­re­re hun­dert Sei­ten umfas­sen­de Beschwer­de­be­grün­dung, die zugleich wei­te­re Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den gegen ande­re Urtei­le des glei­chen Finanz­ge­richts betrifft und die in gro­ßem Umfang Kopi­en von Schrift­stü­cken ent­hält, ent­spricht den Anfor­de­run­gen nicht, wenn die Aus­füh­run­gen die das kon­kret zu ent­schei­den­de Ver­fah­ren betref­fen­den Ver­fah­rens­rügen nicht hin­rei­chend klar, geord­net und ver­ständ­lich abgren­zen. Es ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht Auf­ga­be des Beschwer­de­ge­richts, sich aus einer der­ar­ti­gen Beschwer­de­be­grün­dung das her­aus­zu­su­chen, was mög­li­cher­wei­se zur Dar­le­gung eines Zulas­sungs­grun­des i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO geeig­net sein könn­te.

Vor­trag in der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 23. Juli 2008 – VI B 78/​07