Beding­ter Betrugs­vor­satz

Ein Even­tu­al­vor­satz setzt vor­aus, dass der Täter die Erfül­lung des Tat­be­stan­des nicht erstrebt oder als sicher vor­aus­sieht, son­dern (nur) für mög­lich hält und dies bil­ligt.

Beding­ter Betrugs­vor­satz

Für den sub­jek­ti­ven Tat­be­stand des Betru­ges bedeu­tet dies, dass der Täter es für mög­lich hält und bil­ligt, durch Täu­schung einen Irr­tum her­vor­zu­ru­fen und durch die Irr­tums­er­re­gung eine Ver­mö­gens­ver­fü­gung des Getäusch­ten zu ver­an­las­sen, die zu einem Ver­mö­gens­scha­den führt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Dezem­ber 2015 – 3 StR 430/​15