Betäu­bungs­mit­tel – und der nicht fest­stell­te Wirk­stoff­ge­halt

Die Wirk­stoff­men­ge ist für den Aus­spruch über die Ein­zel­stra­fen bedeut­sam. Das Unrecht einer Betäu­bungs­mit­tel­straf­tat und die Schuld des Täters wer­den durch die­sen Fak­tor maß­geb­lich bestimmt, wes­halb hier­zu regel­mä­ßig kon­kre­te Fest­stel­lun­gen zu tref­fen sind 1.

Betäu­bungs­mit­tel – und der nicht fest­stell­te Wirk­stoff­ge­halt

Ste­hen die tat­ge­gen­ständ­li­chen Betäu­bungs­mit­tel für eine Unter­su­chung nicht zur Ver­fü­gung, muss das Gericht unter Berück­sich­ti­gung ande­rer Umstän­de (Her­kunft, Preis, Han­dels­stu­fe und ande­res) die Wirk­stoff­kon­zen­tra­ti­on – gege­be­nen­falls unter Anwen­dung des Zwei­fels­sat­zes – schät­zen.

, Beschluss vom 14. Sep­tem­ber 2016 – 2 StR 300/​16

  1. BGH, Beschluss vom 31.05.2016 – 3 StR 138/​16 mwN[]