Betrug – Irr­tum und Ver­mö­gens­ver­fü­gung

Da der Betrug­s­tat­be­stand des § 263 Abs. 1 StGB vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, muss der Tatrich­ter zwar mit­tei­len, wie er sich die Über­zeu­gung davon ver­schafft hat, dass der Ver­fü­gen­de einem Irr­tum erle­gen ist 1.

Betrug – Irr­tum und Ver­mö­gens­ver­fü­gung

Es bedarf dabei aber nicht stets der nament­li­chen Benen­nung oder gar Ver­neh­mung der getäusch­ten Per­son. Viel­mehr ent­spricht es gefes­tig­ter Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, dass das Gericht auch ledig­lich aus Indi­zi­en auf einen Irr­tum schlie­ßen kann 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Febru­ar 2016 – 1 StR 437/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 04.09.2014 – 1 StR 314/​14, NStZ 2015, 98, Rn.19 mwN[]
  2. BGH aaO Rn. 22 mwN[]