Der ver­än­der­te Tat­zeit­punkt

Eine Ver­än­de­rung des Tat­zeit­punkts hebt die Iden­ti­tät zwi­schen Ankla­ge und abge­ur­teil­ter Tat nicht ohne Wei­te­res auf.

Der ver­än­der­te Tat­zeit­punkt

Eine sol­che Iden­ti­tät kann viel­mehr trotz ver­än­der­ter zeit­li­cher Ein­ord­nung bestehen blei­ben, wenn die in der Ankla­ge beschrie­be­ne Tat unab­hän­gig von der Tat­zeit nach ande­ren Merk­ma­len indi­vi­dua­li­siert und dadurch wei­ter­hin als ein­ma­li­ges, unver­wech­sel­ba­res Gesche­hen gekenn­zeich­net ist [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. Febru­ar 2016 – 3 StR 454/​15

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Urtei­le vom 17.08.2000 – 4 StR 245/​00, BGHSt 46, 130, 133; vom 20.11.2014 – 4 StR 153/​14, Stra­Fo 2015, 68; Beschluss vom 13.03.1996 – 3 StR 43/​96, BGHR StPO § 200 Abs. 1 Satz 1 Tat 19[]