Der wegen Bedeu­tungs­lo­sig­keit abge­lehn­te Beweis­an­trag

Wird die Erhe­bung eines Bewei­ses wegen Bedeu­tungs­lo­sig­keit der Bewei­s­tat­sa­che (§ 244 Abs. 3 Satz 2 StPO) abge­lehnt, ist mit kon­kre­ten Erwä­gun­gen zu begrün­den, war­um das Tat­ge­richt aus der Bewei­s­tat­sa­che kei­ne ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen will.

Der wegen Bedeu­tungs­lo­sig­keit abge­lehn­te Beweis­an­trag

Die Anfor­de­run­gen an die­se Begrün­dung ent­spre­chen grund­sätz­lich den­je­ni­gen, denen das Gericht genü­gen müss­te, wenn es die Indiz- oder Hilfs­tat­sa­che durch Beweis­erhe­bung fest­ge­stellt und sodann in den schrift­li­chen Urteils­grün­den dar­zu­le­gen hät­te, war­um sie auf sei­ne Ent­schei­dungs­bil­dung ohne Ein­fluss blieb 1.

Die unter Beweis gestell­te Indi­z­tat­sa­che hat es in das bis­he­ri­ge Beweis­ergeb­nis so ein­zu­stel­len, als sei sie erwie­sen, und pro­gnos­tisch zu prü­fen, ob hier­durch sei­ne bis­he­ri­ge Über­zeu­gung zum Beweis­wert des ande­ren Beweis­mit­tels in einer für den Schuld- oder Rechts­fol­gen­aus­spruch bedeut­sa­men Wei­se erschüt­tert wür­de 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. August 2014 – 3 StR 105/​14

  1. BGH, Urteil vom 07.04.2011 – 3 StR 497/​10, NStZ 2011, 713, 714[]
  2. st. Rspr., vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 15.10.2013 – 3 StR 154/​13, NStZ 2014, 111, 112 m. Anm. All­gay­er; vom 18.03.2014 – 2 StR 448/​13, NStZ-RR 2014, 252, 253; LR/​Becker, StPO, 26. Aufl., § 244 Rn. 220 mwN[]