Die ohne Begrün­dung ver­wor­fe­ne Revi­si­on

Eine Ver­let­zung recht­li­chen Gehörs ergibt sich nicht dar­aus, dass der Bun­des­ge­richts­hof die Revi­si­on der Ver­ur­teil­ten ohne Begrün­dung gemäß § 349 Abs. 2 StPO ver­wor­fen hat.

Die ohne Begrün­dung ver­wor­fe­ne Revi­si­on

Einer Begrün­dung bedurf­te es bei der hier ein­stim­mig gemäß § 349 Abs. 2 StPO ergan­ge­nen Ent­schei­dung nicht.

Das Grund­ge­setz gebie­tet bei letzt­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen regel­mä­ßig kei­ne Begrün­dung1.

Auch die Gewähr­leis­tun­gen der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on ver­lan­gen eine Begrün­dung der Ent­schei­dung des Revi­si­ons­ge­richts nicht2. Denn grund­sätz­lich ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Gerich­te das von ihnen ent­ge­gen­ge­nom­me­ne Betei­lig­ten­vor­brin­gen zur Kennt­nis genom­men und in Erwä­gung gezo­gen haben3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Febru­ar 2018 – 1 StR 224/​17

  1. vgl. nur BVerfG [Kam­mer], Beschluss vom 30.06.2014 – 2 BvR 792/​11 mwN, wis­tra 2014, 434
  2. EGMR, Ent­schei­dung vom 13.02.2007 – 15073/​03, EuGRZ 2008, 274, 276; sie­he auch BGH, Beschluss vom 12.11.2013 – 3 StR 135/​13, Stra­Fo 2014, 121
  3. vgl. BVerfG aaO mwN