Die Kogni­ti­ons­pflicht des Gerichts

Kogni­ti­ons­pflicht gebie­tet, dass der durch die zuge­las­se­ne Ankla­ge abge­grenz­te Pro­zess­stoff durch voll­stän­di­ge Abur­tei­lung des ein­heit­li­chen Lebens­vor­gangs erschöpft wird1.

Die Kogni­ti­ons­pflicht des Gerichts

Der Unrechts­ge­halt der Tat muss ohne Rück­sicht auf die dem Eröff­nungs­be­schluss zugrun­de geleg­te Bewer­tung aus­ge­schöpft wer­den, soweit kei­ne recht­li­chen Grün­de ent­ge­gen­ste­hen2.

Fehlt es dar­an, so stellt dies einen sach­lich­recht­li­chen Man­gel dar3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Okto­ber 2018 – 2 StR 253/​18

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 29.10.2009 – 4 StR 239/​09, NStZ 2010, 222, 223 mwN []
  2. BGH, Urteil vom 24.10.2013 – 3 StR 258/​13, NStZ-RR 2014, 57 []
  3. vgl. KKKuck­ein, StPO, 7. Aufl., § 264 Rn. 25 mwN []