Die vorgefundene BTM-Auswahl

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verwirklicht der gleichzeitige Besitz unterschiedlicher Betäubungsmittelmengen den Tatbestand des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln nur einmal1.

Die vorgefundene BTM-Auswahl

Dient der Besitz an den Betäubungsmitteln dem Zweck der gewinnbringenden Weiterveräußerung, tritt die Strafbarkeit wegen Besitzes hinter das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zurück2.

Besitzt der Täter Betäubungsmittel teils zum Eigenkonsum und teils zu Handelszwecken, geht lediglich der Besitz an der zum Handel bestimmten Betäubungsmittelmenge im Handeltreiben mit Betäubungsmitteln auf, während es für die Eigenbedarfsmenge bei der Strafbarkeit wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verbleibt. Zwischen dem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und dem gleichzeitigen Besitz der davon nicht betroffenen Betäubungsmittelmenge besteht Tateinheit3.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 25. Februar 2015 – 4 StR 516/14

  1. vgl. BGH, Beschlüsse vom 16.07.2013 – 4 StR 144/13, NStZ 2014, 163; vom 17.03.2010 – 2 StR 67/10 Rn. 2; vom 12.10.2004 – 4 StR 358/04, NStZ 2005, 228; Urteile vom 11.12 2003 – 3 StR 375/02, NStZ-RR 2004, 146, 148; vom 01.08.1978 – 1 StR 173/78[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 02.10.2008 – 3 StR 352/08, NStZ-RR 2009, 58; vom 17.05.1996 – 3 StR 631/95, BGHSt 42, 162, 165 f.[]
  3. vgl. BGH, Beschlüsse vom 30.06.1998 – 1 StR 293/98, StV 1998, 593; vom 30.11.1995 – 1 StR 578/95; vom 12.10.1990 – 1 StR 539/90; vom 29.08.1984 – 2 StR 173/84, bei Schoreit, NStZ 1985, 58; Patzak in Körner/Patzak/Volkmer, BtMG, 7. Aufl., § 29 Rn. 108; Kotz in MünchKomm-StGB, 2. Aufl., § 29 BtMG Rn. 1209[]

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