Einmalige Vermittlung von Betäubungsmitteln

Auch die nur einmalige Vermittlung eines Geschäfts ein Handeltreiben mit Betäubungsmitteln sein, da dieser Begriff nach ständiger Rechtsprechung weit auszulegen ist und alle Tätigkeiten erfasst, die auf den Umsatz von Betäubungsmitteln gerichtet sind und damit dem Grundsatz nach auch unterstützende Tätigkeiten als tatbestandliche Handlungen einschließt1.

Bandenmäßiges Handeln

Hinsichtlich der Vermittlungshandlung ist jedoch eine bgrenzung zwischen täterschaftlichen Handlungen und Beihilfehandlungen notwendig. Diese hat nach allgemeinen Regeln im Rahmen einer wertenden Gesamtbetrachtung zu erfolgen2, wobei wesentliche Anhaltspunkte für die Täterschaft dabei

sind3.

Vor allem ist auch darauf abzustellen, welche Bedeutung dem konkreten Tatbeitrag für das Umsatzgeschäft insgesamt zukommt4.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 10. Januar 2019 – 1 StR 640/18

  1. vgl. nur BGH, Beschluss vom 26.10.2005 – GSSt 1/05, BGHSt 50, 252, 265 f. []
  2. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 08.01.2013 – 5 StR 606/12, NStZ 2013, 549; Urteil vom 28.02.2007 – 2 StR 516/06, BGHSt 51, 219, 221 []
  3. BGH, Beschluss vom 05.04.2016 – 3 StR 554/15, NStZ-RR 2016, 209, 210 []
  4. BGH, Beschluss vom 08.11.2016 – 1 StR 325/16 4 []