Fly­er hin­term Schei­ben­wi­scher

Jeder kennt sie und jeder hat sich schon dar­über auf­ge­regt: Die Fly­er und Visi­ten­kar­ten, die mit Hil­fe des Schei­ben­wi­schers am Fahr­zeug fest­ge­klemmt wer­den.

Fly­er hin­term Schei­ben­wi­scher

Nun hat das Ober­lan­des­ge­richt in Düs­sel­dorf für die­se wil­de Wer­bung die Ver­hän­gung eines Buß­gel­des gebil­ligt. Sol­che Zet­tel dürf­ten nur mit Zustim­mung des zustän­di­gen Ord­nungs­am­tes noch an Fahr­zeu­gen befes­tigt wer­den.

Auch der Ein­wand eines Gebraucht­wa­gen­händ­lers, es wür­de sich um Gemein­ge­brauch von öffent­li­chen Stra­ßen und Park­flä­chen han­deln, wur­de von den Düs­sel­dor­fer Rich­tern nicht aner­kannt. Der Händ­ler klag­te gegen ein Buß­geld von 200 € wegen solch einer Wer­bung mit Visi­ten­kar­ten, die er an Fahr­zeu­gen in sei­nem Statd­ge­biet befes­tigt hat­te.

Nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf geht die­se Art der Wer­bung über den Gemein­ge­brauch hin­aus. Durch die Rekla­me wer­den die Stra­ßen ver­schmutzt und dadurch der Rei­ni­gungs­auf­wand erhöht. Den Kom­mu­nen bleibt es aber selbst über­las­sen, ob dafür Son­der­ge­neh­mi­gun­gen erteilt wer­den.

Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf, Beschluss vom 21.September 2010 – IV‑4 RBs25/​10