Gewerbs­mä­ßig­keit – und der Mit­tä­ter

Die Gewerbs­mä­ßig­keit ist ein beson­de­res per­sön­li­ches Merk­mal im Sin­ne des § 28 Abs. 2 StGB.

Gewerbs­mä­ßig­keit – und der Mit­tä­ter

Der Betei­lig­te, bei dem sie fehlt, kann daher nicht allein des­halb nach § 266 Abs. 2, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 StGB bestraft wer­den, weil ande­re Mit­tä­ter gewerbs­mä­ßig gehan­delt haben 1.

Gewerbs­mä­ßig han­delt, wer sich aus wie­der­hol­ter Tat­be­ge­hung eine nicht nur vor­über­ge­hen­de, nicht ganz uner­heb­li­che Ein­nah­me­quel­le ver­schaf­fen will. Die Gewerbs­mä­ßig­keit setzt dabei stets eigen­nüt­zi­ges Han­deln und damit einen vom Täter erstreb­ten Zufluss von Ver­mö­gens­vor­tei­len an sich selbst vor­aus; es genügt daher nicht, wenn eine Ein­nah­me­quel­le allein für Drit­te geschaf­fen wer­den soll 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Juli 2015 – 3 StR 518/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 26.02.2014 – 4 StR 584/​13, Stra­Fo 2014, 215[]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 26.02.2014 – 4 StR 584/​13, Stra­Fo 2014, 215; vom 19.12 2007 – 5 StR 543/​07, NStZ 2008, 282[]