PoliScan­Speed

Allein die sys­tem­be­dingt nicht mög­li­che nach­träg­li­che Über­prü­fung der Geschwin­dig­keits­mes­sung, die auch bei ande­ren – stan­dar­di­sier­ten- Laser­mess­ver­fah­ren gege­ben ist, steht der Ver­wert­bar­keit des Mess­ergeb­nis­ses grund­sätz­lich nicht ent­ge­gen 1. Die von dem Amts­ge­richt in die­sem Zusam­men­hang gezo­ge­ne Par­al­le­le zur Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Ver­wen­dung von elek­tro­ni­schen Wahl­ge­rä­ten 2 geht fehl, da Prü­fungs­maß­stab hier der Grund­satz der Öffent­lich­keit der Wahl aus Art.38 i. V. m. Art. 20 I und II GG war.

PoliScan­Speed

Damit hob das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main einen Frei­spruch des Amts­ge­richt Dil­len­burg 3 auf, das noch geur­teilt hat­te, dass des­halb Zwei­fel hin­sicht­lich der Zuver­läs­sig­keit des PoliScan­Speed-Mess­ergeb­nis­ses zur Über­zeu­gung des Gerichts des­halb bestehen, weil das PoliScan-Mess­sys­tem nicht dem Stand der Tech­nik genügt, wonach ein über­prüf­ba­rer Beweis der rich­ti­gen Mess­wert­ge­win­nung mög­lich sein muss und es fer­ner kei­ne zuver­läs­si­ge, nach­träg­li­che Rich­tig­keits­kon­trol­le der gewon­ne­nen Mess­wer­te und der Zuord­nung der abge­lich­te­ten Fahr­zeu­ge zulässt.

Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main, Beschluss vom 1. März 2010 – 2 Ss OWi 577/​09

  1. vgl. OLG Frank­furt, Beschluss vom 17.04.2009 – 2 Ss OWi 120/​09[]
  2. BVerfG, Urteil vom 03.03.2009, BGBl I 2009, 525 = DVBl 2009, 511-516[]
  3. AG Dil­len­burg, Urteil vom 02.10.2009 – 3 Owi 2 Js 54432/​09[]