Poli­zei­li­che Obser­va­ti­on – und die Straf­zu­mes­sung

Zwar ist ins­be­son­de­re für Betäu­bungs­mit­tel­straf­ta­ten aner­kannt, dass eine Obser­va­ti­on mit anschlie­ßen­der Sicher­stel­lung der Dro­gen wegen der dann gerin­ge­ren Gefähr­lich­keit der Tat einen bestim­men­den Zumes­sungs­grund zum Vor­teil des Ange­klag­ten dar­stel­len kann 1.

Poli­zei­li­che Obser­va­ti­on – und die Straf­zu­mes­sung

Dem­ge­gen­über erschließt sich dem Bun­des­ge­richts­hof nicht, aus wel­chem Grund ein vager poli­zei­li­cher Ver­dacht der zukünf­ti­gen Bege­hung einer Straf­tat auf­grund einer Obser­va­ti­on bzw. eine poli­zei­li­che Prä­senz im Tat­um­feld für den Unrechts- und Schuld­ge­halt die­ser Tat Bedeu­tung erlan­gen könn­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 27. Janu­ar 2016 – 5 StR 387/​15

  1. vgl. etwa BGH, Beschluss vom 05.06.2013 – 4 StR 169/​13, NStZ 2013, 662; vom 28.10.2009 – 5 StR 443/​09 Rn. 16; jeweils mwN[]