Straf­zu­mes­sung – und der beding­te Tötungs­vor­satz

Eine Tat­be­stands­aus­füh­rung mit Tötungs­ab­sicht kann, unter Berück­sich­ti­gung der sons­ti­gen Vor­stel­lun­gen und Zie­le des Ange­klag­ten, ein taug­li­ches Kri­te­ri­um für eine Straf­er­hö­hung sein.

Straf­zu­mes­sung – und der beding­te Tötungs­vor­satz

Ein beding­ter Tötungs­vor­satz wird indes vom Tat­be­stand der vor­sätz­li­chen Tötung als not­wen­di­ge Vor­satz­form vor­aus­ge­setzt.

Sei­ne straf­schär­fen­de Berück­sich­ti­gung ver­stößt gegen § 46 Abs. 3 StGB. Die von der Straf­kam­mer vor­ge­nom­me­ne nor­ma­ti­ve Auf­spal­tung der ein­heit­li­chen Hand­lungs­form des beding­ten Vor­sat­zes zum Zwe­cke einer straf­zu­mes­sungs­re­le­van­ten Schuld­ab­stu­fung ist nicht mög­lich.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. Okto­ber 2018 – 2 StR 371/​18