Unter­brin­gung ind der Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Aus­sicht auf einen The­ra­pie­er­folg

Die Anord­nung der Unter­brin­gung des Ange­klag­ten in einer Ent­zie­hungs­an­stalt (§ 64 StGB) setzt vor­aus, dass eine kon­kre­te Aus­sicht auf einen The­ra­pie­er­folg im Sin­ne des § 64 Satz 2 StGB besteht.

Unter­brin­gung ind der Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Aus­sicht auf einen The­ra­pie­er­folg

Ein sol­cher ist nur dann anzu­neh­men, wenn die Ent­zugs­be­hand­lung vor­aus­sicht­lich inner­halb der in § 67d Abs. 1 Satz 1 StGB für die­se Maß­re­gel fest­ge­setz­ten Höchst­frist zum Erfolg füh­ren kann 1.

Dies bleibt offen, wenn das Gericht die vor­aus­sicht­li­che Dau­er für eine erfolg­rei­che The­ra­pie nicht fest­ge­stellt hat.

Eine prä­zi­se Pro­gno­se hin­sicht­lich der vor­aus­sicht­lich not­wen­di­gen Dau­er des Maß­re­gel­voll­zu­ges ist zudem Vor­aus­set­zung für die Bemes­sung eines etwa vor­weg zu voll­zie­hen­den Teils der Frei­heits­stra­fe 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. Juni 2016 – 3 StR 221/​16

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 17.04.2012 – 3 StR 65/​12, BGHR StGB § 64 Abs. 2 Erfolgs­aus­sicht 1; vom 15.04.2014 – 3 StR 48/​14, NStZ-RR 2014, 212, 213[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 27.03.2013 – 4 StR 60/​13 3 mwN[]