Auf- und Abrüs­ten bei Poli­zei­be­am­ten – und die Arbeits­zeit

Ein im Wach- und Wech­sel­dienst täti­ger Poli­zei­voll­zugs­be­am­ter leis­tet durch das An- und Able­gen der ihm per­sön­lich zuge­wie­se­nen Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de – Pis­to­le mit Hols­ter, Reser­ve­ma­ga­zin mit Tasche, Hand­fes­sel Stahl mit Tra­ge­vor­rich­tung, Reiz­stoff­sprüh­ge­rät mit Tra­ge­vor­rich­tung, Tra­ge­vor­rich­tung für den Ein­satz­mehr­zweck­stock und Schutz­wes­te- vor Schicht­be­ginn bzw. nach Schich­ten­de Dienst über die geschul­de­te Arbeits­zeit hin­aus.

Auf- und Abrüs­ten bei Poli­zei­be­am­ten – und die Arbeits­zeit

In dem hier vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Poli­zei­voll­zugs­be­am­ter geklagt, der als Strei­fen­be­am­ter beim Poli­zei­prä­si­di­um Bochum ein­ge­setzt ist.

Das OVG Müns­ter stell­te fest, dass der Poli­zei­voll­zugs­be­am­te – wie auch die Poli­zei­be­am­ten wei­te­rer gleich­zei­tig ent­schie­de­ner Ver­fah­ren 1 – die ihm per­sön­lich zuge­wie­se­nen Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de vor Schicht­be­ginn an- bzw. nach Schich­ten­de abge­legt habe. Er habe somit über die geschul­de­te Arbeits­zeit hin­aus Dienst geleis­tet. Hier­aus kön­ne sich mög­li­cher­wei­se für ihn ein Aus­gleichs­an­spruch erge­ben. Ob dies der Fall sei, hat­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren aller­dings nicht zu ent­schei­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 3. Novem­ber 2016 – 6 A 2151/​14

  1. OVG NRW, Urtei­le vom 03.11.2016 – 6 A 127/​15, 6 A 2251/​14, 6 A 2250/​14 und 6 A 1903/​14[]