Behand­lung in einem pri­va­ten Kran­ken­haus – und die Bei­hil­fe­fä­hig­keit

Eine sinn­ge­mä­ße Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung im Sin­ne von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. liegt vor, wenn die Abrech­nung der all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen eines pri­va­ten Kran­ken­hau­ses durch Inrech­nungstel­lung pau­scha­lier­ter Tages­sät­ze geprägt ist, die mit denen der zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser noch ver­gleich­bar sind.

Behand­lung in einem pri­va­ten Kran­ken­haus – und die Bei­hil­fe­fä­hig­keit

Zu den pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen eines pri­va­ten Kran­ken­hau­ses im Sin­ne von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. gehö­ren auch die Kos­ten geson­dert berech­ne­ter Leis­tun­gen, wenn und soweit die­se, wür­den sie in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern erbracht, in den Abtei­lungs- und den Basis­pfle­ge­satz ein­be­zo­gen wer­den müss­ten.

Neben den pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen eines pri­va­ten Kran­ken­hau­ses sind dort der Sache nach in Anspruch genom­me­ne und geson­dert berech­ne­te Wahl­leis­tun­gen in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. bei­hil­fe­fä­hig.

Für den nach § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. anzu­stel­len­den Kos­ten­ver­gleich ist das zuge­las­se­ne Kran­ken­haus mit der bun­des­weit höchs­ten Pau­scha­le für die kon­kre­te Behand­lung des Bei­hil­fe­be­rech­tig­ten her­an­zu­zie­hen.

Nach § 5 Abs. 2 Satz 2 BVO a.F. gel­ten die streit­ge­gen­ständ­li­chen Auf­wen­dun­gen mit der sta­tio­nä­ren Behand­lung vom 12.02.2011 bis zum 20.06.2011 als ent­stan­den. Nach § 1 Abs. 4 BVO a.F. wer­den Bei­hil­fen zu den bei­hil­fe­fä­hi­gen Auf­wen­dun­gen der bei­hil­fe­be­rech­tig­ten Per­so­nen gewährt. Dazu zäh­len nach § 2 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 BVO a.F. Beam­te, wenn und solan­ge sie – wie die Klä­ge­rin – unter ande­rem Dienst­be­zü­ge erhal­ten. Nach § 7 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2, Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. sind pau­schal berech­ne­te Auf­wen­dun­gen für die sta­tio­nä­re Behand­lung in Kran­ken­häu­sern, die – wie hier die W. Kli­nik – zum einen die Vor­aus­set­zun­gen des § 107 Abs. 1 des Sozi­al­ge­setz­bu­ches Fünf­tes Buch vom 20.12 1988 1, für den hier maß­geb­li­chen Zeit­raum zuletzt geän­dert durch Gesetz vom 22.12 2011 2 – SGB V – erfül­len und nur des­halb nicht unter § 6 Abs. 1 Nr. 6 BVO a.F. fal­len, weil sie nicht nach § 108 SGB V zuge­las­sen sind, und zum ande­ren die Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung sinn­ge­mäß anwen­den, bei­hil­fe­fä­hig, wenn und soweit sie nach § 6a BVO a.F. bei­hil­fe­fä­hig wären. Sofern die­se Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, besteht auf die Bei­hil­fe ein Rechts­an­spruch (§ 1 Abs. 3 Satz 1 BVO a.F.).

Eine sinn­ge­mä­ße Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung im Sin­ne von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. liegt vor, wenn ein pri­va­tes Kran­ken­haus die Abrech­nung der für die Ver­sor­gung der Pati­en­ten erfor­der­li­chen all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen an dem wesent­li­chen Struk­tur­prin­zip der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung aus­rich­tet. Das ist der Fall, wenn die Abrech­nung der all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen durch Inrech­nungstel­lung pau­scha­lier­ter Tages­sät­ze geprägt ist, die mit denen der nach § 108 SGB V zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser noch ver­gleich­bar sind. Die Ver­gleich­bar­keit ist zu beja­hen, wenn der wesent­li­che Teil der all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen in Gestalt tages­glei­cher Pau­schal­sät­ze abge­rech­net wird. Ihr steht nicht ent­ge­gen, dass gege­be­nen­falls bestimm­te Leis­tun­gen, deren Preis im Ergeb­nis nicht den über­wie­gen­den Teil der Kos­ten aus­macht, von dem pri­va­ten Kran­ken­haus geson­dert berech­net wer­den, obwohl sie der Sache nach zu den Leis­tun­gen gehö­ren, die in die pau­scha­lier­ten Tages­sät­ze hät­ten ein­flie­ßen müs­sen. Der Wort­laut des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. lässt die­se Aus­le­gung zu. Ein wei­tes Ver­ständ­nis des Begriffs der ent­spre­chen­den Anwen­dung ist nach Sinn und Zweck der Norm gebo­ten. Es wird durch sys­te­ma­ti­sche Erwä­gun­gen getra­gen. Ver­fas­sungs­recht­li­che Erwä­gun­gen bekräf­ti­gen die­sen Befund. In Anwen­dung die­ser recht­li­chen Vor­ga­ben ist hier eine sinn­ge­mä­ße Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung zu beja­hen.

Die Bezeich­nung "sinn­ge­mäß" setzt von ihrem Wort­sinn nicht zwin­gend vor­aus, dass – wie der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof meint – das pri­va­te Kran­ken­haus "die Gesamt­heit der Rege­lun­gen über all­ge­mei­ne Kran­ken­haus­leis­tun­gen und pau­scha­lier­te Pfle­ge­sät­ze zumin­dest sinn­ge­mäß anwen­det". Die "sinn­ge­mä­ße Anwen­dung" kann sich auch auf den Sinn der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung, ver­stan­den als Zweck, Kern­be­deu­tung oder wesent­li­chen Inhalt der Ver­ord­nung bezie­hen. Die­ser kann dar­in gese­hen wer­den, die Kran­ken­haus­leis­tung über eine Pau­scha­le in Form eines Tages­sat­zes abzu­rech­nen. Das Wort "sinn­ge­mäß" bezieht sich nicht not­wen­dig auf das gesam­te, in der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung beschrie­be­ne Ver­fah­ren der Preis­kal­ku­la­ti­on. Von einer sinn­ge­mä­ßen Anwen­dung oder Her­an­zie­hung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung kann sprach­lich auch dann noch die Rede sein, wenn das Ergeb­nis dem Sinn der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung ent­spricht. Inso­fern genügt es, wenn sich das pri­va­te Kran­ken­haus an dem Ergeb­nis ori­en­tiert, das durch die Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung bei einem öffent­lich geför­der­ten Kran­ken­haus erzielt wer­den soll, näm­lich der Fest­le­gung von Tages­sät­zen, die ein bestimm­tes Leis­tungs­spek­trum abde­cken und grund­sätz­lich die gesam­ten Kos­ten einer sta­tio­nä­ren Behand­lung beinhal­ten. Mit­hin lässt der Begriff "sinn­ge­mäß" aus gram­ma­ti­ka­li­scher Sicht auch ein Ver­ständ­nis dahin zu, dass maß­geb­lich dar­auf abzu­stel­len ist, ob die Preis­kal­ku­la­ti­on eines pri­va­ten Kran­ken­hau­ses der Sache nach der Abrech­nung nach der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung ent­spricht, was anzu­neh­men ist, wenn die all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen im Wesent­li­chen über tages­glei­che Pau­schal­sät­ze ver­gü­tet wer­den, die mit denen der zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser noch ver­gli­chen wer­den kön­nen. Sinn­ge­mä­ße Anwen­dung bedeu­tet auch nicht zwin­gend, dass die Anwen­dung in jeder Hin­sicht rich­tig gewe­sen sein muss. Auch eine im Rechen­vor­gang teil­wei­se unrich­ti­ge Anwen­dung kann sich – im Hin­blick auf das Ergeb­nis, eine Pau­scha­le fest­zu­le­gen – auch dann noch als eine sinn­ge­mä­ße Anwen­dung dar­stel­len, wenn Kor­rek­tu­ren vor­ge­nom­men wer­den müs­sen.

Eine sol­che Aus­le­gung wird vom Sinn und Zweck des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. gefor­dert. Die Vor­schrift ist als Rechts­grund­la­ge für den Bei­hil­fe­be­rech­tig­ten kon­zi­piert, wel­che die Bei­hil­fe­fä­hig­keit von pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen in pri­va­ten Kran­ken­häu­sern nor­miert. Sie soll dar­über hin­aus als Kos­ten­be­gren­zungs­re­ge­lung sicher­stel­len, dass bei einer sta­tio­nä­ren Behand­lung in einem pri­va­ten Kran­ken­haus nur für sol­che Auf­wen­dun­gen eine Bei­hil­fe gewährt wird, die bei einer ent­spre­chen­den Behand­lung in nach § 108 SGB V zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern der Art und Höhe nach bei­hil­fe­fä­hig wären. In die­ser Funk­ti­on kon­kre­ti­siert § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. für die Behand­lun­gen in einem pri­va­ten Kran­ken­haus zugleich den in § 5 Abs. 1 BVO a.F. gesetz­lich ver­an­ker­ten Grund­satz der Ange­mes­sen­heit. Die von einem pri­va­ten Kran­ken­haus in Rech­nung gestell­ten Kos­ten sind als wirt­schaft­lich ange­mes­sen anzu­se­hen, wenn und soweit sie nach Art und Höhe auch in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern ange­fal­len wären. Zudem zielt die Vor­schrift auf Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chung. Den Bei­hil­fe­stel­len soll die Über­prü­fung der Ange­mes­sen­heit und damit der Bei­hil­fe­fä­hig­keit der von einem pri­va­ten Kran­ken­haus pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen erleich­tert wer­den. Sie kön­nen sich im Ansatz dar­auf beschrän­ken, die­se mit den­je­ni­gen der zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser zu ver­glei­chen.

Die­sen Zwe­cken des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. wird nur dann hin­rei­chend Rech­nung getra­gen, wenn das Tat­be­stands­merk­mal der sinn­ge­mä­ßen Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung in dem dar­ge­leg­ten wei­ten Sin­ne ver­stan­den wird. Bei der engen Inter­pre­ta­ti­on, wie sie der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof zugrun­de legt, wür­den sie dage­gen weit­ge­hend ver­fehlt. Wegen der vom Ver­wal­tungs­ge­richts­hof beschrie­be­nen Struk­tur­un­ter­schie­de zu zuge­las­se­nen Kli­ni­ken ist es pri­va­ten Kran­ken­häu­sern ungleich schwe­rer mög­lich, die Rege­lun­gen der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung durch­weg und in vol­lem Umfang bei der Ermitt­lung der Ent­gel­te ihrer Leis­tun­gen zugrun­de zu legen. Dar­auf deu­tet auch die Pra­xis der Preis­ge­stal­tung hin 3. Infol­ge­des­sen kann nur durch eine wei­te Aus­le­gung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. das weit­ge­hen­de Leer­lau­fen die­ser Vor­schrift ver­hin­dert wer­den.

Auch aus der sys­te­ma­ti­schen Betrach­tung des § 7 Abs. 7 BVO a.F. folgt, dass es für die sinn­ge­mä­ße Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung erfor­der­lich, aber auch aus­rei­chend ist, dass der wesent­li­che Teil der Leis­tun­gen über Pau­scha­len ver­gü­tet wird. Denn § 7 Abs. 7 Satz 1 und 2 BVO a.F. stellt hin­sicht­lich der Bei­hil­fe­fä­hig­keit der Auf­wen­dun­gen bei einer Behand­lung in einem pri­va­ten Kran­ken­haus eine umfas­sen­de und sich als abschlie­ßend begrei­fen­de Rege­lung dar. Dies ergibt sich aus dem sys­te­ma­ti­schen Zusam­men­hang von Satz 1 und Satz 2 des § 7 Abs. 7 BVO a.F. Die Fra­ge, ob der Anwen­dungs­be­reich des Sat­zes 1 oder der­je­ni­ge des Sat­zes 2 eröff­net ist, beant­wor­tet sich nach der Art der Berech­nung. Wäh­rend § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. die an der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung aus­ge­rich­te­te pau­scha­le Abrech­nung durch Tages­sät­ze erfasst, bezieht sich der dar­an anschlie­ßen­de Satz auf die Fäl­le der Ein­zel­ab­rech­nung. Mit der den Satz 2 ein­lei­ten­den Wen­dung "Im Übri­gen" hat der Ver­ord­nungs­ge­ber deut­lich gemacht, dass die Bestim­mung in Gestalt eines Auf­fang­tat­be­stan­des die­je­ni­gen Fall­ge­stal­tun­gen regelt, die von dem vor­an­ge­hen­den Satz nicht erfasst wer­den. Die­ser sys­te­ma­ti­sche Zusam­men­hang ist Aus­druck der Vor­stel­lung des Ver­ord­nungs­ge­bers, dass bei­de Bestim­mun­gen eine umfas­sen­de und lücken­lo­se Grund­la­ge für die Bei­hil­fe­fä­hig­keit von Auf­wen­dun­gen von sta­tio­nä­ren Leis­tun­gen nicht zuge­las­se­ner pri­va­ter Kran­ken­häu­ser bie­ten. Dies ent­spricht auch der Über­schrift des § 7 BVO a.F. ("Bei­hil­fe bei Behand­lun­gen und Reha­bi­li­ta­ti­on in nicht als Kran­ken­haus zuge­las­se­nen Ein­rich­tun­gen"). Gemes­sen dar­an ist aus­zu­schlie­ßen, dass der Ver­ord­nungs­ge­ber die Anwen­dung des § 7 Abs. 7 BVO a.F. auf die Fäl­le beschrän­ken woll­te, bei denen Kran­ken­häu­ser ent­we­der nur über Pau­scha­len im Sin­ne des Sat­zes 1 oder aus­nahms­los im Wege der Ver­gü­tung von Ein­zel­leis­tun­gen abrech­nen. Die­se Annah­me ver­bie­tet sich des­halb, weil in der Pra­xis viel­fach Misch­for­men anzu­tref­fen sind, bei denen die Abrech­nung über Pau­scha­len und von Ein­zel­leis­tun­gen kom­bi­niert wird, so dass die Leis­tun­gen der auf die­se Wei­se abrech­nen­den gro­ßen Grup­pe von Kran­ken­häu­sern nicht bei­hil­fe­fä­hig wären. Der aus der auf­ge­zeig­ten Geset­zes­sys­te­ma­tik fol­gen­den Funk­ti­on des § 7 Abs. 7 BVO a.F., eine lücken­lo­se Grund­la­ge für die Bei­hil­fe­fä­hig­keit zu bie­ten, ist dadurch Rech­nung zu tra­gen, dass Satz 1 auch Fäl­le erfasst, bei denen der Schwer­punkt der Abrech­nung auf dem Ansatz von Pau­scha­len liegt und Satz 2 auch auf Abrech­nun­gen Anwen­dung fin­det, bei denen die Ein­zel­ab­rech­nung im Vor­der­grund steht.

Die­ses Aus­le­gungs­er­geb­nis wird dadurch gestützt, dass es die dro­hen­de Bewer­tung des § 7 Abs. 7 Satz 1 und 2 BVO a.F. als ver­fas­sungs­wid­rig ent­behr­lich macht. Es ermög­licht eine ver­fas­sungs­kon­for­me Aus­le­gung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. Der Aus­schluss der Bei­hil­fe­fä­hig­keit von Auf­wen­dun­gen für die sta­tio­nä­re Behand­lung, die von einem pri­va­ten Kran­ken­haus nicht in Rein­form nach den Moda­li­tä­ten des Sat­zes 1 oder des Sat­zes 2 in Rech­nung gestellt wer­den, der bei dem engen Begriffs­ver­ständ­nis zwin­gend anzu­neh­men wäre, wäre – wie der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof im Ergeb­nis rich­tig auf­zeigt – mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG nicht ver­ein­bar. Es ist aus­zu­schlie­ßen, dass der Ver­ord­nungs­ge­ber einen ver­fas­sungs­wid­ri­gen Leis­tungs­aus­schluss hat regeln wol­len. Viel­mehr ist davon aus­zu­ge­hen, dass die­ser beab­sich­tig­te, eine den Anfor­de­run­gen des all­ge­mei­nen Gleich­heits­sat­zes gerecht wer­den­de Rechts­grund­la­ge für die Gewäh­rung von Bei­hil­fe bei Behand­lun­gen in pri­va­ten Kran­ken­häu­sern zu schaf­fen. Die Gerich­te sind gehal­ten, von meh­re­ren mög­li­chen Norm­deu­tun­gen, die teils zu einem ver­fas­sungs­wid­ri­gen, teils zu einem ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ergeb­nis füh­ren, die­je­ni­ge vor­zu­zie­hen, die mit dem Grund­ge­setz in Ein­klang steht. Der Respekt vor der gesetz­ge­ben­den Gewalt, was den Ver­ord­nungs­ge­ber ein­schließt, gebie­tet es, im Rah­men des ver­fas­sungs­recht­lich Zuläs­si­gen so viel wie mög­lich von dem auf­recht­zu­er­hal­ten, was die­ser gewollt hat. Die ver­fas­sungs­kon­for­me Aus­le­gung fin­det ihre Gren­ze dort, wo sie zu dem Wort­laut und dem klar erkenn­ba­ren Wil­len des Gesetz- bzw. Ver­ord­nungs­ge­bers in Wider­spruch tre­ten wür­de 4. Das ist – wie auf­ge­zeigt – bei dem wei­ten Ver­ständ­nis des Begriffs der sinn­ge­mä­ßen Anwen­dung nicht der Fall.

Unter Zugrun­de­le­gung die­ses Begriffs­ver­ständ­nis­ses hat die W. Kli­nik im streit­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­raum die Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung im Sin­ne des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. ent­spre­chend ange­wen­det. Sie hat die Auf­wen­dun­gen für die sta­tio­nä­re Behand­lung auf der Grund­la­ge einer tages­glei­chen Pau­scha­le abge­rech­net, die zwar nicht die Vor­ga­ben der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung in allen Ein­zel­hei­ten ein­hält, aber den Schwer­punkt der Kos­ten der sta­tio­nä­ren Behand­lung abbil­det. Nach den für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bin­den­den Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs (§ 137 Abs. 2 VwGO) hat die W. Kli­nik einen pau­scha­lier­ten Kran­ken­haus­pfle­ge­satz in Höhe von 246, 06 € pro Tag in Ansatz gebracht. Er umfasst sowohl die Ent­gel­te für nicht durch ärzt­li­che und pfle­ge­ri­sche Tätig­kei­ten ver­an­lass­te Leis­tun­gen als auch die Ent­gel­te für die pfle­ge­ri­sche Tätig­keit. Ers­te­re wären bei einer unmit­tel­ba­ren Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung dem Basis­pfle­ge­satz im Sin­ne des § 13 Abs. 3 BPflV a.F. zuzu­ord­nen, Letz­te­re wären als Bestand­teil des Abtei­lungs­pfle­ge­sat­zes im Sin­ne des § 13 Abs. 2 Satz 1 BPflV a.F. zu bewer­ten. Des Wei­te­ren hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof fest­ge­stellt, dass für die ärzt­li­chen Leis­tun­gen sowie die durch die Ärz­te ver­an­lass­ten wei­te­ren Leis­tun­gen ein Betrag von wei­te­ren 74 € pro Tag ange­fal­len ist, den die W. Kli­nik geson­dert in Rech­nung gestellt hat. Die­se Leis­tun­gen stel­len nach den Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs kei­ne funk­tio­na­len Wahl­leis­tun­gen im Sin­ne des § 17 des Geset­zes über die Ent­gel­te für voll- und teil­sta­tio­nä­re Kran­ken­haus­leis­tun­gen – Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­setz – vom 23.04.2002 5, vor dem hier maß­geb­li­chen Zeit­raum zuletzt geän­dert durch Gesetz vom 17.03.2009 6 – KHEntgG a.F. – dar. Im Umkehr­schluss ist zu fol­gern, dass es sich dabei um all­ge­mei­ne Kran­ken­haus­leis­tun­gen han­delt, die bei unmit­tel­ba­rer Anwen­dung der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung in den Abtei­lungs­pfle­ge­satz im Sin­ne des § 13 Abs. 2 Satz 1 BPflV a.F. ein­flie­ßen müss­ten. In Anbe­tracht der Grö­ßen­ver­hält­nis­se der pau­schal und ein­zeln abge­rech­ne­ten all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen wur­de der wesent­li­che Teil über die tages­glei­che Pau­scha­le ver­gü­tet.

Zu den pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen im Sin­ne des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. gehö­ren alle Leis­tun­gen eines pri­va­ten Kran­ken­hau­ses, die, wür­den sie in nach § 108 SGB V zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern erbracht, mit dem Abtei­lungs­pfle­ge­satz im Sin­ne des § 13 Abs. 2 Satz 1 BPflV a.F. und dem Basis­pfle­ge­satz im Sin­ne des § 13 Abs. 3 BPflV a.F. ver­gü­tet wer­den. Aus die­sem Grund sind bei dem im Rah­men des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. vor­zu­neh­men­den Kos­ten­ver­gleich auf der Sei­te des pri­va­ten Kran­ken­hau­ses neben den von ihm in Ansatz gebrach­ten Pau­schal­sät­zen auch die geson­dert in Rech­nung gestell­ten Ent­gel­te für die­je­ni­gen Tätig­kei­ten und Leis­tun­gen zu berück­sich­ti­gen, soweit sie funk­tio­nal den Tätig­kei­ten und Leis­tun­gen ent­spre­chen, die bei einer sta­tio­nä­ren Behand­lung in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern über den Abtei­lungs- und den Basis­pfle­ge­satz abzu­rech­nen sind. Hier­für spricht vor allem der Kos­ten­be­gren­zungs­zweck der Vor­schrift, der die Bei­hil­fe zu den Auf­wen­dun­gen für die sta­tio­nä­re Behand­lung in einem pri­va­ten Kran­ken­haus auf den Umfang der bei­hil­fe­fä­hi­gen Auf­wen­dun­gen bei einer ent­spre­chen­den sta­tio­nä­ren Behand­lung in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern beschränkt. Dar­aus folgt, dass den Bei­hil­fe­be­rech­tig­ten nach § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. zwar nicht mehr, aber auch nicht weni­ger als bei einer sta­tio­nä­ren Behand­lung in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern ersetzt wer­den soll.

Bei der für die Ver­gleichs­be­trach­tung vor­zu­neh­men­den Auf­stel­lung der von einem pri­va­ten Kran­ken­haus berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen sind fer­ner in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. die von ihm geson­dert in Rech­nung gestell­ten Kos­ten für funk­tio­nal in Anspruch genom­me­ne Wahl­leis­tun­gen in Ansatz zu brin­gen. Die Vor­aus­set­zun­gen eines Ana­lo­gie­schlus­ses sind erfüllt.

Jede Art der geset­zes­im­ma­nen­ten rich­ter­li­chen Rechts­fort­bil­dung – hier der Ana­lo­gie – setzt eine Rege­lungs­lü­cke im Sin­ne einer plan­wid­ri­gen Unvoll­stän­dig­keit des Geset­zes – hier im mate­ri­el­len Sin­ne – vor­aus. Ob eine Rege­lungs­lü­cke vor­liegt, ist danach zu beur­tei­len, ob die vom Rege­lungs­pro­gramm des Ver­ord­nungs­ge­bers erfass­ten Fäl­le in den Vor­schrif­ten der Ver­ord­nung tat­säch­lich Berück­sich­ti­gung gefun­den haben. Sie ist zu beja­hen, wenn fest­zu­stel­len ist, dass der Wort­laut der Ver­ord­nungs­re­ge­lun­gen nicht alle Fäl­le erfasst, die nach deren Sinn und Zweck erfasst sein soll­ten 7. Dar­über hin­aus ist eine ver­gleich­ba­re Sach- und Inter­es­sen­la­ge erfor­der­lich 8. Das ist hier der Fall.

Die Bei­hil­fe­ver­ord­nung weist die vor­aus­ge­setz­te Rege­lungs­lü­cke auf. Der in Rede ste­hen­de Sach­ver­halt einer Kom­bi­na­ti­on der ver­schie­de­nen Berech­nungs­ar­ten der­ge­stalt, dass zusätz­lich zu den pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen für die all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen die­je­ni­gen für funk­tio­nal erbrach­te Wahl­leis­tun­gen geson­dert in Rech­nung gestellt wer­den, wird weder unmit­tel­bar von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. noch von einer sons­ti­gen Bestim­mung der Bei­hil­fe­ver­ord­nung erfasst.

Die fest­ge­stell­te Rege­lungs­lü­cke stellt sich auch als plan­wid­rig dar. Nach der dar­ge­leg­ten Kon­zep­ti­on des Ver­ord­nungs­ge­bers sol­len die Leis­tun­gen eines sta­tio­nä­ren Kran­ken­haus­auf­ent­halts in einem pri­va­ten Kran­ken­haus nach § 7 Abs. 7 Satz 1 i.V.m. § 6a BVO a.F. über den Ver­gleich mit den hier­für in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern ent­stan­de­nen Kos­ten abge­wi­ckelt wer­den, wenn ein pri­va­tes Kran­ken­haus im kon­kre­ten Fall sei­ne Ent­gel­te an der Preis­ge­stal­tung der zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser ori­en­tiert, d.h. den wesent­li­chen Teil der all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen in Gestalt tages­glei­cher Pau­schal­sät­ze abrech­net. Aus der Rechts­fol­genan­ord­nung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. ergibt sich, dass die Abrech­nung auf der Grund­la­ge von Pau­scha­len die geson­der­te Berech­nung von Wahl­leis­tun­gen, auf die der Bei­hil­fe­be­rech­tig­te einen – wie hier mit eige­nen Mit­teln erwor­be­nen – Anspruch hat, nicht aus­schließt. Denn danach die­nen die nach § 6a BVO a.F. bei­hil­fe­fä­hi­gen Auf­wen­dun­gen einer sta­tio­nä­ren Behand­lung in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern als Ver­gleichs­maß­stab für die im Rah­men der Bei­hil­fe zu erstat­ten­den Kos­ten einer sol­chen in einem pri­va­ten Kran­ken­haus. Da bei zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern aus­weis­lich der Auf­lis­tung in § 6a Abs. 1 BVO a.F. die Ent­gel­te für Wahl­leis­tun­gen (Nr. 3) neben die Pau­scha­len für all­ge­mei­ne Kran­ken­haus­leis­tun­gen (Nr. 2) tre­ten kön­nen, kann für pri­va­te Kran­ken­häu­ser nichts ande­res gel­ten. Die Gel­tend­ma­chung und Abrech­nung von Wahl­leis­tun­gen ist inso­fern ein in § 6a BVO a.F. ange­leg­ter Annex, der durch die Ver­wei­sung mit in Bezug genom­men wird. Soweit ein pri­va­tes Kran­ken­haus Leis­tun­gen anbie­tet, die funk­tio­nal Wahl­leis­tun­gen sind, ori­en­tiert es sich eben­falls an der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung, die zwi­schen all­ge­mei­nen Kran­ken­haus­leis­tun­gen (§ 2 Abs. 2 BPflV a.F.) und Wahl­leis­tun­gen (§ 17 KHEntgG a.F.) unter­schei­det (§ 2 Abs. 1 Satz 1 BPflV a.F.).

Die plan­wid­ri­ge Lücke ist durch eine ana­lo­ge Anwen­dung des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. zu schlie­ßen. Die Sach- und Inter­es­sen­la­ge in Bezug auf funk­tio­na­le Wahl­leis­tun­gen ist die glei­che, die den vom Tat­be­stand der Vor­schrift erfass­ten pau­schal berech­ne­ten Auf­wen­dun­gen zugrun­de liegt. Die dar­ge­leg­ten Zwe­cke des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. las­sen sich nur dann errei­chen, wenn die Auf­wen­dun­gen für Wahl­leis­tun­gen auf der Tat­be­stands­sei­te in die Kos­ten­auf­stel­lung des pri­va­ten Kran­ken­hau­ses ein­be­zo­gen wer­den. Für einen aus­sa­ge­kräf­ti­gen Kos­ten­ver­gleich, wie ihn § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. vor­sieht, ist erfor­der­lich, dass auf Sei­ten des pri­va­ten Kran­ken­hau­ses die glei­chen Auf­wen­dun­gen in Ansatz gebracht wer­den, die nach dem Ver­gleichs­maß­stab des § 6a BVO a.F. bei einer sta­tio­nä­ren Behand­lung in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern bei­hil­fe­fä­hig sind. Das bedingt, dass die in Nr. 3 die­ser Vor­schrift erwähn­ten Wahl­leis­tun­gen auch bei dem pri­va­ten Kran­ken­haus berück­sich­tigt wer­den, wenn und soweit sie dort der Sache nach in Anspruch genom­men wur­den.

Ein (iso­lier­ter) Rück­griff auf § 7 Abs. 7 Satz 2 BVO a.F. schei­det inso­weit aus, weil die­se Vor­schrift nach der Kon­zep­ti­on des Ver­ord­nungs­ge­bers in den von § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. nicht erfass­ten Fäl­len ein­greift, in denen der wesent­li­che Teil der Kos­ten durch Ein­zel­leis­tungs­prei­se abge­rech­net wird. Hin­zu kommt, dass die Wahl­leis­tun­gen im Sin­ne von § 6a Abs. 1 Nr. 3 BVO a.F. weder im Tat­be­stand des § 7 Abs. 7 Satz 2 BVO a.F. noch – anders als in § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. – auf des­sen Rechts­fol­gen­sei­te Erwäh­nung fin­den. Die Vor­schrift nimmt in der Rechts­fol­ge ledig­lich auf ein­zel­ne der in § 6 BVO a.F. auf­ge­führ­ten Leis­tun­gen Bezug. Sie ent­hält kei­ne Begren­zung auf die in zuge­las­se­nen Kli­ni­ken nach § 6a BVO a.F. anfal­len­den Kos­ten.

Schließ­lich lässt sich durch den Ana­lo­gie­schluss eine dro­hen­de Ver­let­zung des Art. 3 Abs. 1 GG ver­mei­den. Denn es wäre mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz nicht zu ver­ein­ba­ren, wenn die in pri­va­ten Kran­ken­häu­sern ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen für funk­tio­na­le Wahl­leis­tun­gen, die in zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern erstat­tet wer­den müss­ten, von der Bei­hil­fe­fä­hig­keit aus­ge­nom­men wür­den, weil sie vom Tat­be­stand des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. nicht erfasst wer­den.

Mit Rück­sicht auf die­se recht­li­chen Vor­ga­ben sind bei der Auf­stel­lung der Kos­ten der W. Kli­nik die Auf­wen­dun­gen für ein Ein­bett­zim­mer – der Höhe nach begrenzt auf die Kos­ten für Zwei­bett­zim­mer (vgl. § 6a Abs. 1 Nr. 3 BVO a.F.) – in Ansatz zu brin­gen. Nach den Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs han­delt es sich bei dem von der Klä­ge­rin in Anspruch genom­me­nen Ein­bett­zim­mer um eine (funk­tio­na­le) Wahl­leis­tung, die mit 71, 40 € brut­to pro Tag geson­dert berech­net wur­de.

Für den nach § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. anzu­stel­len­den Kos­ten­ver­gleich ist das zuge­las­se­ne Kran­ken­haus mit der bun­des­weit höchs­ten Pau­scha­le für die kon­kre­te Behand­lung des Bei­hil­fe­be­rech­tig­ten her­an­zu­zie­hen. Das ist bereits dem Wort­laut der Vor­schrift zu ent­neh­men. Die Rechts­fol­genan­ord­nung die­ser Vor­schrift bezieht sich auf "Kran­ken­häu­ser nach § 6a". Man­gels jed­we­der ein­gren­zen­der Vor­ga­ben sind damit alle nach § 108 SGB V zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser gemeint, die unter § 6a BVO a.F. fal­len. Das sind sämt­li­che im Bun­des­ge­biet zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­ser, die nach der Bun­des­pfle­ge­satz­ver­ord­nung oder dem Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­setz ver­gü­tet wer­den. Somit ist für die Ver­gleichs­be­trach­tung die gesam­te Band­brei­te der Ent­gel­te all­ge­mei­ner Kran­ken­haus­leis­tun­gen in Bezug genom­men wor­den, die im maß­geb­li­chen Zeit­raum von den bun­des­weit zuge­las­se­nen Kran­ken­häu­sern in Rech­nung gestellt wer­den.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 6. Novem­ber 2014 – 5 C 36.2013 -

  1. BGBl I S. 2477[]
  2. BGBl I S. 2983[]
  3. vgl. dazu Schröder/​Beckmann/​Keufer/​Hellstern/​Zimmermann, Bei­hil­fen Baden-Würt­tem­berg, Stand Juni 2012, § 7 Abs. 7 BVO S. 77[]
  4. stRspr, vgl. z.B. BVerfG, Beschluss vom 11.07.2013 – 2 BvR 2302/​11, 2 BvR 1279/​12, BVerfGE 134, 33 Rn. 77 m.w.N.[]
  5. BGBl I S. 1412, 1422[]
  6. BGBl I S. 534[]
  7. vgl. z.B. für Geset­ze im for­mel­len Sin­ne: BVerwG, Urteil vom 12.09.2013 – 5 C 35.12, BVerw­GE 148, 13 = Buch­holz 436.511 § 36a SGB VIII Nr. 3, jeweils Rn. 27 m.w.N.[]
  8. stRspr, vgl. z.B. BVerwG,Urteil vom 02.04.2014 – 5 C 40.12, Buch­holz 270.1 § 25 BBhV Nr. 1 Rn. 21[]