Rich­ter­be­sol­dung in Ber­lin

Die Rich­ter­be­sol­dung der Jah­re 2009 bis 2015 in Ber­lin ist nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg ver­fas­sungs­ge­mäß. Das für das Land Ber­lin maßgeb­liche Besol­dungs­recht ist hier­nach – anders als im Land Bran­den­burg – mit Art. 33 Abs. 5 GG ver­ein­bar, soweit es die rich­ter­lichen Besol­dungs­gruppen R 1 bis R 3 in den Kalen­der­jahren 2009 bis 2015 betrifft.

Rich­ter­be­sol­dung in Ber­lin

In den hier vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg ent­schie­de­nen drei Beru­fungs­ver­fah­ren bean­stan­den die Klä­ger die Höhe der in dies­em Zeit­raum gezahl­ten Rich­ter­besol­dung. Ihre auf Fest­stel­lung der Verfas­sungs­widrig­keit der Besol­dung gerich­teten Kla­gen waren bereits vor dem Ver­waltungs­gericht Ber­lin erfolg­los geblie­ben.

Nach Auffas­sung des Senats sind die im streiti­gen Zeit­raum gelten­den gesetz­lichen Rege­lun­gen über die Richter­besol­dung im Land Ber­lin für die Besol­dungs­gruppen R 1 bis R 3 verfas­sungs­gemäß, weil die Besol­dung mit dem sich aus Art. 33 Abs. 5 des Grund­geset­zes erge­ben­den Grund­satz der amts­ange­mes­senen Ali­men­tation verein­bar ist. Bei sei­ner Über­prü­fung hat der Senat auf die Krite­rien abge­stellt, die das Bundes­verfas­sungs­gericht in zwei im letz­ten Jahr ergan­genen Ent­schei­dungen zur Rich­­ter- und Beam­ten­besol­dung in ande­ren Bundes­ländern konkre­tisiert hat­te. Eine dar­an orien­tierte Gesamt­schau erge­be, dass die Besol­dung in den Jah­ren 2009 bis 2015 nicht evi­dent unzu­rei­chend gewe­sen sei.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urtei­le vom 12. Okto­ber 2016 – OVG 4 B 37.12, OVG 4 B 38.12 und OVG 4 B 2.13