Tami­li­sche Füh­rer­schein­prü­fung

Es besteht kein Anspruch dar­auf, die theo­re­ti­sche Fahr­prü­fung in tami­li­scher Spra­che able­gen zu kön­nen.

Tami­li­sche Füh­rer­schein­prü­fung

Wie zuvor bereits das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin 1 ent­schied jetzt auch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg in einem vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren, dass eine aus Sri Lan­ka stam­men­de Antrag­stel­le­rin nicht ver­lan­gen kann, die theo­re­ti­sche Fahr­prü­fung in tami­li­scher Spra­che abzu­le­gen.

Die begehr­te fremd­sprach­li­che Form der theo­re­ti­schen Fahr­erlaub­nis­prü­fung, so das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in sei­nen Ent­schei­dungs­grün­den, ist mit Inkraft­tre­ten einer Ände­rung der Fahr­erlaub­nis-Ver­ord­nung ab 1. Janu­ar 2011 nicht mehr vor­ge­se­hen. Der Ver­ord­nungs­ge­ber woll­te das Ver­fah­ren der theo­re­ti­schen Fahr­erlaub­nis­prü­fung neu regeln, weil die unein­heit­li­che Pra­xis in den Län­dern unter den Aspek­ten der Prü­fungs­ge­rech­tig­keit und der Gleich­be­hand­lung als unbe­frie­di­gend emp­fun­den wur­de.

Die begehr­te Aus­nah­me­re­ge­lung war auch unter ver­fas­sungs­recht­li­chen Gesichts­punk­ten (u.a. Rück­wir­kungs­ver­bot, Ver­trau­ens­schutz, Gleich­be­hand­lungs­grund­satz) nicht gebo­ten.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Beschluss vom 9. Sep­tem­ber 2011 – OVG 1 S 100.11 -

  1. VG Ber­lin, Beschluss vom 09.05.2011 – VG 11 L 142.11[]