Höchst­be­trags­haf­tung beim Ver­lust von Trans­port­gut

Sehen die Geschäfts- oder Beför­de­rungs­be­din­gun­gen eines Fracht­füh­rers kei­ne Rege­lung für sei­ne Höchst­be­trags­haf­tung im Fall des Ver­lusts des Trans­port­guts vor, liegt es im Regel­fall nahe, für die Fra­ge, ob ein unge­wöhn­lich hoher Scha­den im Sin­ne von § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB droht, von dem zehn­fa­chen Betrag der Haf­tungs­be­gren­zung nach § 431 Abs. 1 HGB, Art. 23 Abs. 3 CMR aus­zu­ge­hen 1. Ist durch vor­for­mu­lier­te Ver­trags­be­din­gun­gen (§ 449 Abs. 2 Satz 2 HGB) ein gerin­ge­rer als der in § 431 Abs. 1 HGB vor­ge­se­he­ne Höchst­be­trag ver­ein­bart wor­den, ist von dem zehn­fa­chen Betrag der ver­ein­bar­ten Haf­tungs­höchst­sum­me aus­zu­ge­hen.

Höchst­be­trags­haf­tung beim Ver­lust von Trans­port­gut

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Janu­ar 2010 – I ZR 215/​07 -

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 01.12.2005 – I ZR 31/​04, NJW 2006, 1426 = TranspR 2006, 212[]