Mehr­sei­ti­ge Zeit­schrif­ten­wer­bung

Ein Ver­stoß gegen das in Nr. 11 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG vor­ge­se­he­ne Ver­bot als Infor­ma­ti­on getarn­ter Wer­bung liegt bei einer mehr­sei­ti­gen Zeit­schrif­ten­wer­bung nicht vor, wenn der Wer­be­cha­rak­ter nach dem Inhalt der gesam­ten Wer­bung unver­kenn­bar ist und bei einer Kennt­nis­nah­me nur der ers­ten Sei­te deren iso­lier­ter Inhalt kei­ne Ver­kaufs­för­de­rung bewirkt. Bei einer der­ar­ti­gen Zeit­schrif­ten­wer­bung liegt auch kei­ne Ver­schleie­rung des Wer­be­cha­rak­ters i.S. von § 4 Nr. 3 UWG vor.

Mehr­sei­ti­ge Zeit­schrif­ten­wer­bung

Ein Ver­stoß gegen das in den Lan­des­pres­se­ge­set­zen ver­an­ker­te Tren­nungs­ge­bot redak­tio­nel­ler Inhal­te und Wer­bung liegt nicht vor, wenn der Leser den Wer­be­cha­rak­ter einer mehr­sei­ti­gen Zeit­schrif­ten­wer­bung in ihrer Gesamt­heit ohne wei­te­res erkennt und die ers­te Sei­te der Zeit­schrif­ten­wer­bung für sich genom­men kei­ne Wer­be­wir­kung ent­fal­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Juli 2010 – I ZR 161/​09