Neu­er Grün­dungs­zu­schuss

Zum 1. August ist die För­de­rung durch Exis­tenz­grün­dungs­zu­schuss ("Ich-AG") und Über­brü­ckungs­geld aus­ge­lau­fen, statt des­sen erfolgt jetzt die Exis­tenz­grün­dungs­för­de­rung jetzt durch den neu geschaf­fe­nen "Grün­dungs­zu­schuss". Ledig­lich für die­je­ni­gen, die bis­her bereits mit dem Über­brü­ckungs­geld oder dem Exis­tenz­grün­dungs­zu­schuss geför­dert wer­den, ändert sich durch die Neu­ge­stal­tung nichts.

Neu­er Grün­dungs­zu­schuss

Mit dem neu­en Grün­dungs­zu­schuss sol­len Exis­tenz­grün­dun­gen aus der Arbeits­lo­sig­keit her­aus geför­dert wer­den. Mit dem Grün­dungs­zu­schuss erhal­ten Grün­de­rin­nen und Grün­der zur Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes in der ers­ten Pha­se nach der Grün­dung einen Zuschuss in Höhe ihres indi­vi­du­el­len Arbeits­lo­sen­gel­des. Zur sozia­len Absi­che­rung wird in die­ser Zeit zusätz­lich eine Pau­scha­le von monat­lich 300 Euro gezahlt, die eine frei­wil­li­ge Absi­che­rung in den gesetz­li­chen Sozi­al­ver­si­che­run­gen ermög­licht. In der zwei­ten För­der­pha­se wird nur noch die Pau­scha­le gezahlt.

Die ers­te För­der­pha­se (neun Mona­te) ist als Pflicht­leis­tung und die zwei­te Pha­se (sechs Mona­te) als Ermes­sens­leis­tung aus­ge­stal­tet. Vor der Wei­ter­be­wil­li­gung der zwei­ten Pha­se haben Grün­de­rin­nen und Grün­der ihre Geschäfts­tä­tig­keit gegen­über der Agen­tur für Arbeit nach­zu­wei­sen.

Geför­dert wird nur, wer tat­säch­lich arbeits­los ist. Ein direk­ter Über­gang aus einem bestehen­den Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis in die selb­stän­di­ge Erwerbs­tä­tig­keit unter Mit­nah­me des Zuschus­ses ist nicht mög­lich. Zudem erhal­ten Arbeit­neh­mer, die ohne wich­ti­gen Grund selbst kündi?gen, für eine Karenz­zeit von drei Mona­ten kei­ne För­de­rung.

Außer­dem kön­nen nur Arbeits­lo­se geför­dert wer­den, die noch einen Rest­an­spruch auf Arbeits­lo­sen­geld von min­des­tens 90 Tagen haben. In einer Über­gangs­pha­se bis zum 1. Novem­ber kön­nen Grün­de­rin­nen und Grün­der, die einen gerin­ge­ren Rest­an­spruch haben, mit Über­brü­ckungs­geld geför­dert wer­den.

Grund­la­ge für die För­de­rung ist wei­ter­hin die Stel­lung­nah­me einer fach?kundigen Stel­le über die Trag­fä­hig­keit des Grün­dungs­vor­ha­bens. Zusätz­lich müs­sen die Grün­de­rin­nen und Grün­der ihre per­sön­li­che und fach­li­che Eig­nung dar­le­gen. Die Agen­tur für Arbeit kann bei Vor­lie­gen begrün­de­ter Zwei­fel die Teil­nah­me an einer Maß­nah­me der Eig­nungs­fest­stel­lung oder der Exis­tenz­grün­dungs­vor­be­rei­tung ver­lan­gen.

Wäh­rend der För­de­rung wird ein noch bestehen­der Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld ver­braucht.