Dunk­le Knei­pen

Wer mit auf­fäl­lig sicht­ba­ren und erkenn­bar wert­vol­len Schmuck­stü­cken in eine nur mäßig beleuch­te­te Gast­stät­te begibt und sich dann mit einer ihm bis dahin unbe­kann­ten The­ken­be­kannt­schaft in einen noch dunk­le­ren Neben­raum begibt (”dar­kroom”), darf von sei­ner Haus­rat­ver­si­che­rung kei­nen Ersatz erhof­fen, wenn ihm dort der Schmuck gestoh­len wird. Denn nach Ansicht des Bran­den­bur­gi­schen Ober­lan­des­ge­richts han­del­te er hier­bei grob fahr­läs­sig, so dass der Ver­si­che­rungs­schutz ent­fal­len ist. Ihm konn­te und muss­te, so das OLG, ange­sichts die­ser Umstän­de und Gege­ben­hei­ten unmit­tel­bar ein­leuch­ten, dass er sich durch sein Ver­hal­ten einem beson­de­ren Risi­ko des Bestoh­len- oder Beraubt­wer­dens aus­ge­setzt hat. Das gel­te umso mehr, als es sich bei dem Neben­raum um ein “Sepa­rée” gehan­delt hat.

Dunk­le Knei­pen

Bran­den­bur­gi­sches Ober­lan­des­ge­richt, Urteil vom 19.12.2007 – 4 U 64/​07