Anhö­rungs­rü­ge – und die nach­ge­scho­be­ne Begrün­dung

Eine Ver­let­zung der rich­ter­li­chen Hin­weis­pflicht kann nach Ablauf der zwei­wö­chi­gen Frist des § 44 Abs. 2 FamFG nicht mehr gerügt wor­den.

Anhö­rungs­rü­ge – und die nach­ge­scho­be­ne Begrün­dung

Eben­so wie die Nach­ho­lung der gemäß § 44 Abs. 2 Satz 4 FamFG erfor­der­li­chen Begrün­dung außer­halb der Ein­le­gungs­frist (§ 44 Abs. 2 Satz 1 FamFG) nicht mög­lich ist [1], kann die Anhö­rungs­rü­ge nach Ablauf der Ein­le­gungs­frist nicht durch eine nach­ge­scho­be­ne Begrün­dung auf eine wei­te­re, neue Grund­la­ge gestellt wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Dezem­ber 2015 – V ZB 44/​15

  1. Kei­del/­Mey­er-Holz, FamFG, 18. Aufl., § 33 Rn. 30[]