Der finan­zier­te Auto­kauf – und der Wider­ruf nach erfolg­ter Abzah­lung

Auch bei ver­bun­de­nen Ver­trä­gen kann in der (Rück-)Übertragung der zur Siche­rung der Ansprü­che des Dar­le­hens­ge­bers über­eig­ne­ten finan­zier­ten Sache im kon­kre­ten Fall: des siche­rungs­über­eig­ne­ten finan­zier­ten Kraft­fahr­zeugs durch den Dar­le­hens­ge­ber bei Ver­trags­be­en­di­gung die Aus­übung beacht­li­chen Ver­trau­ens auf das Unter­blei­ben des Wider­rufs lie­gen; dies kann der Tatrich­ter bei der Prü­fung der Ver­wir­kung berück­sich­ti­gen.

Der finan­zier­te Auto­kauf – und der Wider­ruf nach erfolg­ter Abzah­lung

In die­sem Fall führt die (Rück-)Übertragung der als Sicher­heit gewähr­ten finan­zier­ten Sache dazu, dass der Anspruch des Dar­le­hens­neh­mers auf Über­tra­gung der Sicher­heit aus dem Siche­rungs­ver­trag und der vom Unter­neh­mer auf den Dar­le­hens­ge­ber über­ge­lei­te­te (gleich­ar­ti­ge) [1] Anspruch des Dar­le­hens­ge­bers auf Rück­ge­währ der finan­zier­ten Sache aus dem rück­ab­zu­wi­ckeln­den Kauf nach dem Wirk­sam­wer­den des Wider­rufs nicht mehr im Wege der "Ver­rech­nung" von Geset­zes wegen erlö­schen kön­nen [2].

Der Dar­le­hens­ge­ber behält dann an der finan­zier­ten und zugleich als Siche­rungs­gut ver­wand­ten Sache nicht unmit­tel­bar ex lege vom ursprüng­li­chen Siche­rungs­zweck unbe­las­te­tes Eigen­tum. Viel­mehr ver­schlech­tert sich sei­ne Ver­mö­gens­la­ge durch die (Rück-)Übertragung, weil er im Fal­le der spä­te­ren Rück­ab­wick­lung nach Wider­ruf statt Eigen­tums nur einen Anspruch auf neu­er­li­che Über­eig­nung gegen den Dar­le­hens­neh­mer hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Dezem­ber 2019 – XI ZR 100/​19

  1. vgl. Staudinger/​Gursky, BGB, Neubearb.2016, § 387 Rn. 102[]
  2. vgl. dazu BGH, Urteil vom 26.03.2019 – XI ZR 228/​17, WM 2019, 1107 Rn. 22 mwN[]