Der hilfs­wei­se zu eigen gemach­te geg­ne­ri­sche Vor­trag

Im Grund­satz darf sich eine Par­tei geg­ne­ri­schen Vor­trag auch dann hilfs­wei­se zu eigen machen, wenn die­ser dem eige­nen Vor­trag wider­spricht, solan­ge das Ver­hält­nis der Behaup­tun­gen zuein­an­der klar­ge­stellt ist und nicht (objek­tiv) fest­steht, dass die Hilfs­dar­stel­lung bewusst wahr­heits­wid­rig abge­ge­ben wur­de 1.

Der hilfs­wei­se zu eigen gemach­te geg­ne­ri­sche Vor­trag

Dies gilt glei­cher­ma­ßen, wenn sich die Par­tei ein ihr (ver­meint­lich) güns­ti­ges Ergeb­nis der Beweis­auf­nah­me hilfs­wei­se zu eigen macht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. Janu­ar 2015 – V ZR 63/​13

  1. BGH, Urteil vom 25.01.1956 – V ZR 190/​54, BGHZ 19, 387, 390 f.; Urteil vom 23.06.1989 – V ZR 125/​88, NJW 1989, 2756; Münch­Komm-ZPO/­Wag­ner, 4. Aufl., § 138 Rn. 12; Musielak/​Stadler, ZPO, 11. Aufl., § 138 Rn. 2[]
  2. zu letz­te­rem etwa BGH, Beschluss vom 10.11.2009 – VI ZR 325/​08, NJW-RR 2010, 495 Rn. 5[]