Der Prozessstoff der Berufungsinstanz

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gelangt mit dem zulässigen Rechtsmittel der gesamte aus den Akten ersichtliche Prozessstoff des ersten Rechtszugs in die Berufungsinstanz.

Der Prozessstoff der Berufungsinstanz

Das Berufungsgericht darf daher auch schriftsätzlich angekündigtes, entscheidungserhebliches Parteivorbringen berücksichtigen, das von dem erstinstanzlichen Gericht für unerheblich erachtet worden ist, auch wenn es im Urteilstatbestand keine Erwähnung gefunden hat1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 28. März 2019 – I ZR 179/18

  1. BGH, Urteil vom 13.04.2011 – XII ZR 110/09, BGHZ 189, 182 Rn. 35; Urteil vom 04.07.2012 – VIII ZR 109/11, NJW 2012, 2662 Rn. 16; MünchKomm-.ZPO/Rimmelspacher, 5. Aufl., § 529 Rn. 4[]